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Steinzeit-Migranten : Auf schnellstem Wege nach Europa

  • -Aktualisiert am

Blick auf die Erde von der Internationalen Raumstation (ISS): Hier sollen die Astronauten planmäßig am morgigen Sonntag eintreffen. Bild: dpa

Trotz gefährlicher Strömungen nutzen viele Menschen die „Straße von Gibraltar“ als Übergang von Afrika nach Europa. Analysen prähistorischer DNA zeigen: Schon während der Jungsteinzeit war die Meerenge bei Migranten beliebt.

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          Kein anderer Kontinent scheint an der „Straße von Gibraltar“ so zum Greifen nah wie Afrika. Oder Europa, wenn man von der anderen Seite schaut. An der engsten Stelle ist die Meerenge zwischen Nordafrika und der Iberischen Halbinsel nur vierzehn Kilometer breit. Kein Wunder also, dass immer wieder Menschen, die nach Europa streben, diese Wasserstraße trotz ihrer gefährlichen Strömung überqueren wollen. Dabei ist die Migration von Afrika nach Europa kein ganz neues Phänomen, wie DNA-Spuren afrikanischer Vorfahren im Erbgut von Europäern bezeugen.

          Besonders präsent ist das genetische Erbe aus dem tropischen Afrika in der spanischen Bevölkerung. Sein Ursprung wurde zunächst in jene Zeit verortet, als Araber gemeinsam mit nordafrikanischen Stämmen einen Großteil der Iberischen Halbinsel unter ihre Herrschaft gebracht hatten. Im Gefolge der muslimischen Eroberer waren schließlich auch Menschen, die ursprünglich aus Gebieten südlich der Sahara stammten. Doch offenbar hatten Migranten mit west- oder zentralafrikanischer Abstammung schon viel früher ihren Fuß auf europäischen Boden gesetzt. Das belegen die jüngsten Befunde einer europäischen Forschergruppe, die DNA-Moleküle aus prähistorischen Knochen unter die Lupe genommen hat.

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