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Glücklicher Fund : Komplettes Fossil eines Flugsauriers rekonstruiert

  • Aktualisiert am

Künstlerische Darstellung eines Pterosauriers der Art Tupandactylus navigans. Bild: dpa

Brasilianische Forscher identifizieren und rekonstruieren ein gut erhaltenes Flugsaurier-Skelett. Es konnte bei einer Razzia sichergestellt werden.

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          Polizisten hatten im Jahr 2013 bei einer Razzia in Brasilien eines der besterhaltenen Flugsaurier-Skelette des Landes beschlagnahmt, zusammen mit weiteren illegal ausgeführten Versteinerungen. Wie eine Forschergruppe von der Universität São Paulo in der Zeitschrift Plos One berichtet, besteht das Pterosaurier-Fossil aus fast dem gesamten, größtenteils intakten Skelett inklusive Resten von Weichgewebe entlang der Knochen.

          Das Fossil der Art Tupandactylus navigans ist in sechs Kalksteinplatten gebettet. Die Forscher um Victor Beccari setzten die Platten zusammen und untersuchten die Versteinerungen unter anderem per Computertomographie. Die Analyse deutet darauf hin, dass Tupandactylus navigans zwar bestimmte Voraussetzungen zum Fliegen hatte, sich aufgrund des langen Halses und der Proportionen der Gliedmaßen sowie eines großen Kopfkamms aber wohl eher am Boden bewegte. Der Pterosaurier, der vor 113 Millionen Jahren lebte, hatte eine Spannweite von etwa 2,6 Metern. Auffällig war sein dekorativer Federkranz auf dem Kopf.

          Fossil eines Pterosauriers der Art Tupandactylus navigans.
          Fossil eines Pterosauriers der Art Tupandactylus navigans. : Bild: dpa

          In Brasilien werden immer wieder Teile von Flugsauriern gefunden und auch neue Arten entdeckt. Bedeutende Fossil-Lagerstätten sind das Araripe-Becken im Nordwesten des Landes, woher auch das beschlagnahmte Exemplar stammt, und das Paraná-Becken im Süden. Vor der Beschlagnahmung waren nur versteinerte Fragmente von Tupandactylus navigans gefunden worden.

          Regelmäßig werden Fossilien längst ausgestorbener Arten bei Razzien sichergestellt, die für den millionenschweren illegalen Handel bestimmt sind. Im April erreichte die brasilianische Staatsanwaltschaft, dass Frankreich rund tausend Objekte zurückgeben muss, die ohne Genehmigung aus dem nordwestlichen Bundesstaat Ceará in Containern nach Europa geschmuggelt worden waren.

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