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Antarktis : Driftender Eisberg bedroht Pinguine

  • Aktualisiert am

Antarktische Pinguine fürchten das Eis normalerweise nicht Bild: AP

Wieder einmal sind Pinguine durch ihre Umwelt bedroht. Ein Bruchstück des größten je beobachteten Eisbergs versperrt den Weg zu Nahrungsplätzen. Außerdem könnte er Forschungsstationen von der Umwelt abschneiden.

          Ein riesiger Eisberg könnte in der Antarktis zehntausende Pinguine bedrohen. Der 150 Kilometer lange und 25 Kilometer breite Eisblock könnte zwei Pinguin-Kolonien mit rund 50.000 Brutpärchen gefährden, sagte der Zoologe John Cockrem von der neuseeländischen Massey-Universität. Die Tiere müßten wegen des Eisbergs zur Nahrungssuche knapp 70 Kilometer nach Norden ausweichen.

          Antarktis-Experten warnten außerdem, der Koloß habe Luft- und Wasserströme so verändert, daß das Packeis auf dem McMurdo-Sund nicht so aufbricht wie gewöhnlich. Die McMurdo-Route ist der wichtigste Zugang zu einer neuseeländischen, einer italienischen und einer amerikanischen Forschungsstation. Diese könnten also unzugänglich werden.

          Eis-Koloß bewegt sich langsam

          Der Leiter der neuseeländischen Forschungsstation, Julian Tangaere, warnte allerdings am Donnerstag vor Panikmache. Der Eisberg bewege sich nur mit zwei bis drei Stundenkilometern auf das Meer hinaus. Es bleibe also ein ausreichend breiter Wasserspalt zum offenen Ozean. Nun müsse beobachtet werden, wie sich die Situation weiter entwickele.

          Doch nun droht ein Eisberg dem Nachwuchs den Weg zu Nahrungsquellen zu versperren

          Der B15A getaufte Eisberg ist ein Überrest eines der größten jemals beobachteten Eisberge. Er brach im Jahr 2000 von der sogenannten Ross-Eisscholle ab und spaltet seit dem vergangenen Jahr immer weiter auf.

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