https://www.faz.net/aktuell/wissen/affenpocken-breiten-sich-weiter-aus-und-mutieren-staerker-18133426.html

Affenpocken : Keine heimliche Pandemie

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme von Affenpocken-Viren Bild: dpa

Die Affenpocken sind weltweit auf dem Vormarsch. Genanalysen lassen befürchten, dass sich die Viren weiter verändern und vielleicht bald leichter von Mensch zu Mensch übertragbar sind.

          3 Min.

          Mehr als 4300 Menschen sind inzwischen weltweit infiziert, so ist es den Erhebungen der amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC zu entnehmen. Seit Anfang Mai weitet sich ein Ausbruch von Affenpocken in immer mehr Regionen aus, in denen dieser Erreger weder als endemisch gilt noch ein direkter Kontakt zur einem dementsprechend bekannten Land in West- oder Zentralafrika als Reiseziel bestanden hat. In der Liste zu den Fallzahlen rangieren Großbritannien, Deutschland und Spanien aktuell auf den drei ersten Plätzen, vor Portugal und Frankreich.

          Sonja Kastilan
          Redakteurin im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mit dem anhaltenden Trend der Verbreitung wächst derzeit die Sorge, dass sich die Epidemie zu einem internationalen Gesundheitsproblem noch größeren Ausmaßes entwickeln könnte. Aus diesem Grund rief die Weltgesundheitsorganisation vergangene Woche ein internationales Notfall-Komitee zur virtuellen Konferenz zusammen. Denn auch wenn die Betroffenen zumeist atypisch sind mit milden Verläufen, so mussten einige doch im Krankenhaus behandelt werden, und im Fall eines immungeschwächten Patienten war die Infektion fatal und endete tödlich.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Kardinaltugend Mut, Signalfarbe Rot: Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki am 9. Juni 2021 vor einem Firmgottesdienst in Düsseldorf.

          Kölner Kirchenkampf : Legionäre Woelkis

          Der Ton in den Auseinandersetzungen im Erzbistum Köln wird immer bedrohlicher. Nun fürchtet Kardinal Woelki um sein Leben.
          Reger Handel: Containerhafen St. Petersburg

          Folgen des Ukrainekriegs : Warum Russland nicht zusammenbricht

          Niemand weiß, wie hart die Wirtschaftssanktionen Russland treffen. Doch versucht das Land auf vielen Wegen, Blockaden zu unterlaufen. Die Türkei hilft dabei.