https://www.faz.net/-gqe-a5pbx

Staatsbürgerschaftshandel : Goldene Pässe für Superreiche

Ein Reisepass aus Malta (hier von unserem Illustrator verfremdet) ist manchen Investoren viel Geld wert. Bild: Illustration Dmitri Broido

EU-Länder wie Zypern und Malta verkaufen ihre Staatsbürgerschaft gegen teures Geld. Ist das in Ordnung? Christian Kaelin, der als „König der Pässe“ bekannt ist, verteidigt das Geschäftsmodell.

          6 Min.

          Es ist nicht bekannt, ob Eric Schmidt, der frühere Vorstandsvorsitzende von Google, eine besondere Beziehung zur Mittelmeerinsel Zypern hat. Bekannt ist allerdings, dass der Amerikaner Schmidt laut Berichten verschiedener Medien auf dem besten Wege ist, zusätzlich auch noch Zyprer zu werden. Schmidt hat sich nach allem, was man hört, die Staatsbürgerschaft des kleinen Inselstaates gekauft. Richtig gelesen: In Zypern ist das möglich.

          Dennis Kremer

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Citizenship-by-Investment“ nennt sich der Vorgang vornehm, für den man allerdings eine Menge Geld benötigt. Eine Investition von 2,5 Millionen Euro in Zypern ist eine der Voraussetzungen, eine Summe, die sich nur Wohlhabende leisten können. Ein gutes Geschäft für Zypern – und ein moralisches Unding, wenn man die Gegner solcher Programme fragt. „Europäische Werte sind keine Ware“, hat beispielsweise EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen von oberster Stelle verlauten lassen und sogar ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Zypern auf den Weg gebracht.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalnyj wird am Montag aus einer Polizeistation nahe Moskau gebracht.

          Enthüllung über Putin : Nawalnyjs nächster Paukenschlag

          Kaum hat der Kreml Alexej Nawalnyj nach dessen Rückkehr weggesperrt, kommt von den Mitstreitern des Oppositionspolitikers eine neue Korruptionsenthüllung. Erstmals geht es um Präsident Wladimir Putin persönlich.
          „Make America great again“ war in erster Linie eine Kampfansage an andere Nationen.

          Amerikanische Außenpolitik : Trumps Vakuum

          Der 45. Präsident hinterlässt in den Vereinigten Staaten einen Trümmerhaufen. Die Weltpolitik war widerstandsfähiger.
          Susanne Eisenmann mit Friedrich Merz im September in Murrhardt

          Südwest-CDU : Die Merz-Fans müssen sich mit Laschet arrangieren

          Die CDU in Baden-Württemberg wollte Friedrich Merz als Parteichef. Es wurde Armin Laschet. Für die Spitzenkandidatin im Südwesten, Susanne Eisenmann, ist das Ergebnis die zweite Niederlage binnen weniger Tage.