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Deutsche Elektroindustrie : „Nur ökologische Waren einführen“

Einst wurde der Alltag mit Dingen wie der Straßenbahn elektrifiziert: Jetzt wird er digitalisiert durch Smartphone und Sensoren in jeder Ampel wie hier in Mailand. Bild: Getty

Die Welt steht vor einem Jahrzehnt der Elektrifizierung, der Digitalisierung und des Klimaschutzes. Die Industrie braucht dafür die richtigen Geschäftsmodell. Ein Gespräch mit Gunther Kegel, dem Präsident des Verbandes der Elektroindustrie ZVEI.

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          Wir leben in einem Jahrzehnt der Elektrifizierung. In zehn Jahren werden fast alle Lebensbereiche von der Mobilität bis zur Gesundheit elektrisch sein. Wir werden mit einem Diagnoseassistenten am Arm im Elektroauto sitzen.“ Davon ist Gunther Kegel überzeugt, und daraus schöpft er große Zuversicht für seine Branche. Kegel, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender des Mannheimer Sensorherstellers Pepperl + Fuchs (6.300 Mitarbeiter, 715 Millionen Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2019) ist seit dem vergangenen Freitag Präsident des Branchenverbandes der Elektroindustrie ZVEI. Er hat in dieser Funktion Michael Ziesemer abgelöst, der den Verband sechs Jahre führte.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

          Kegel tritt das Amt zwar in einer durch Corona negativ geprägten Zeit an. In diesem Jahr wird der Umsatz um 6 bis 7 Prozent hinter dem des Vorjahres zurückbleiben. Kegel ist aber überzeugt, dass die Branche – die Elektroindustrie ist mit 190 Milliarden Euro Umsatz und knapp 900.000 Beschäftigten einer der größten deutschen Industriesektoren – eine ihrer wachstumsstärksten Jahrzehnte vor sich hat. Alle großen Veränderungsprozesse von der Digitalisierung über die Elektromobilität oder den Klimawandel gehen einher mit einer weiteren Elektrifizierung. Technisch sei die Branche darauf vorbereitet. Derzeit lasse sich nur verkaufen, was digital ist. Das treffe ausdrücklich auch auf die Geschäftsbeziehung mit dem Maschinenbau zu, einer der Hauptabnehmerbranchen.

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