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Sachverständigenrat : Zu Besuch bei den vier Weisen

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Veronika Grimm, Volker Wieland, Monika Schnitzer und Achim Truger Bild: Marie-Luise Kolb

Am Mittwoch übergeben die Wirtschaftsweisen ihr Jahresgutachten an die Kanzlerin. Ein Posten in ihrem Gremium ist vakant. Schwächt sie das? Ein Blick hinter die Kulissen.

          7 Min.

          Ein Platz im Rampenlicht ist den Wirtschaftsweisen sicher, einmal im Jahr, immer im November. Da überreichen sie der Bundesregierung ihr Jahresgutachten, ein Fixtermin im Kanzleramt, mit Kanzlerin, Finanzminister, Kanzleramtschef, das volle Programm: Es redet die Kanzlerin, es redet der Ratsvorsitzende, obligatorische Danksagungen, zwischendurch ein Späßchen. Den Wälzer hochhalten, 400 Seiten, gebunden in leuchtendem Blau, Lächeln für die Kameras, Sekt mit der Kanzlerin, Mittagessen mit der Kanzlerin, Interviews. Am Abend ein Beitrag in den Nachrichten, am nächsten Morgen ein Plätzchen auf den Titelseiten der Zeitungen. Spätestens dann wendet sich die Welt wieder anderen Themen zu. Anderen Menschen. Bis zum nächsten Jahresgutachten.

          Maja Brankovic
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.

          Nicht so dieses Jahr.

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