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Zoll-Kommentar : Trump bleibt Trump

Blökt gerne: Amerikas Präsident Donald Trump Bild: AFP

Entscheidend für Trumps fortlaufende Zoll-Drohungen sind nicht Fakten, sondern die Orte, an denen Fabriken geschlossen werden. Es wird noch schlimmer kommen.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump beweist eine gewisse Verlässlichkeit. Auf Europas Vergeltungszölle folgte Trumps Tweet mit der Drohung, den Handelskonflikt zu eskalieren durch Autozölle. Er sieht es nicht gerne, dass so viele BMW, Mercedes und Audi auf Amerikas Straßen fahren, während Chevrolets eine Rarität in Europa bleiben.

          Er führt das auf europäische Handelsbarrieren zurück. Zölle haben aber kaum damit zu tun, dass die Europäer nur wenige Fahrzeuge aus den Vereinigten Staaten importieren. Das Bild würde sich nicht nennenswert ändern, würde Europa die Handelsbarrieren schleifen. Trump sucht nicht nach Ursachen, sondern nach Subjekten, denen er Schuld an in seiner Wählerschaft empfundenen Fehlentwicklungen in die Schuhe schieben kann.

          Amerikas Autobauer haben Werke in den für die aufkommenden Wahlkämpfe wichtigen, weil umkämpften Staaten Michigan, Ohio und Pennsylvania geschlossen. Schuld gibt Trump dem Ausland, was sich ja offenbar immer bewährt.

          Fakten sind sekundär, der Mann aus dem Weißen Haus ist zudem im Wahlkampf. Deshalb ist es so schwer, ihn zu beschwichtigen. Deutschland stellt sich besser auf das Schlimmste ein.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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