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Zirkusse in der Corona-Krise : Wenn die Manege geschlossen ist

Musste die Zelte schon vor Beginn der Saison abbrechen: Der Circus Roncalli wollte im März in Recklinghausen im Ruhrgebiet seine Premiere feiern. Bild: Circus-Theater Roncalli

Die Eintrittsgelder bleiben in der Corona-Krise aus. Gehälter, Kredite und Rechnungen müssen trotzdem bezahlt werden. Die Zirkusse sind in einer schwierigen Lage.

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          Es war alles bereit. Die Roncalli-Tournee, zwei Wochen lang eingeprobt und über Monate beworben, sollte in Recklinghausen im Ruhrgebiet beginnen, so wie immer. Nach einem Vorlauf von zwei Jahren war die Premiere für Freitag, den 13. März geplant. „Die Generalprobe am Tag davor lief super“, sagt Bernhard Paul, Direktor und Gründer des Circus Roncalli. Doch dann kam noch in der Nacht zum Freitag der Bürgermeister auf den Zirkusplatz. „Er sagte, wir dürften nicht spielen“, erzählt Paul. „Es tat ihm unglaublich leid.“

          Dem Circus Roncalli geht es damit wie vielen anderen Zirkussen, die ihre Tournee absagen mussten und auf die zweite Jahreshälfte hoffen. Mit rund 150 Leuten war Paul in Recklinghausen, mit Artisten, Musikern, dem Ballett. „Ich musste sie alle nach Hause schicken“, sagt er. Die Zelte wurden abgebaut und nach Köln transportiert. Der Zirkus zog sich dahin zurück, wo er gerade erst hergekommen war: in sein Winterquartier.

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