https://www.faz.net/-gqe-9d1wc

Robuster Arbeitsmarkt : Zeitarbeitsbranche nimmt Tausende Flüchtlinge auf

Zeitarbeit bietet Flüchtlingen oft den ersten Zugang zum Arbeitsmarkt. Bild: dpa

Die Zeitarbeitssektor wächst – und das vor allem dank Flüchtlingen und Migranten. Neben Hilfsarbeitern sind auch immer mehr Hochqualifizierte als Zeitarbeiter tätig.

          3 Min.

          Der Wirtschaftsaufschwung und der Einstieg von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt lassen den Zeitarbeitssektor kräftig wachsen. Die Gesamtzahl der Zeitarbeiter in Deutschland hat im Jahresdurchschnitt 2017 erstmals die Marke von einer Million übersprungen. Das zeigen neue Daten der Bundesagentur für Arbeit. Nachdem 2016 durchschnittlich 991.000 Arbeitnehmer als Zeitarbeiter tätig waren, hat sich ihre Zahl nun um 4,1 Prozent auf 1,032 Millionen erhöht. Die sogenannte Arbeitnehmerüberlassung hat damit stärker zugelegt als die Beschäftigung insgesamt. Allerdings sind weiterhin nur knapp 3 Prozent aller Beschäftigten in der Zeitarbeit.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Diese erweist sich allerdings als starker Integrationsmotor für Flüchtlinge und Migranten, wie ein näherer Blick in die Statistik zeigt. Denn das jüngste Wachstum der Branche ist allein auf zusätzliche Zeitarbeiter ausländischer Herkunft zurückzuführen: Während sich die Zahl deutscher Zeitarbeiter im Jahresvergleich sogar um 6500 auf 725.000 verringerte, stieg die Zahl der Zeitarbeiter mit ausländischem Pass um 47.500 auf 307.000. Dies ist ein Anstieg um 18,3 Prozent.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Die Intensivstation der Universitätsklinik Frankfurt mit Coronapatienten im April 2020

          Anhaltend hohe Todeszahlen : Wer jetzt noch an Corona stirbt

          Noch verzeichnet Deutschland jede Woche mehr als tausend Covid-Todesfälle. Viele sterben weder im Altenheim noch auf der Intensivstation. Doch wo dann? Die Suche nach der Antwort ist kompliziert.
          Scheut keine Kontroverse: Boris Palmer

          Die Äußerungen Boris Palmers : Das macht man nicht

          Zuspitzen ohne zu verletzen will gelernt sein. Das hätte auch Boris Palmer berücksichtigen müssen, meint die Tübinger Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch. Eine alte Weisheit lautet: Bestimmte Dinge tut man nicht. Ein Gastbeitrag.