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Netzkauf nach Bürgerentscheid : Zahlt Hamburg einen Mondpreis fürs Fernwärmenetz?

Teil des Fernwärmenetzes: Das Kohlekraftwerk Moorburg. Bild: dpa

Hamburg will Hunderte Millionen Euro für die Vattenfall-Anteile am Fernwärmenetz ausgeben. Dabei gibt es Zweifel am Wert der Anlagen, weil sich zwei Gutachten widersprechen. Die Opposition ist empört.

          3 Min.

          Es ist ein Thema, das Hamburg schon lange in Atem hält. Die Hansestadt will ihr Fernwärmenetz komplett vom Energiekonzern Vattenfall zurückkaufen, um einen Volksentscheid aus dem Jahr 2013 umzusetzen. Doch um die Details wird heftig gerungen.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Ein zentraler Streitpunkt ist der Wert des Netzes: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO hatte ihn zuletzt in einem Gutachten auf 645,1 Millionen Euro beziffert – deutlich weniger als der Mindestpreis von 950 Millionen, den Vattenfall und die Stadt kurz nach dem Votum der Bürger in einem Vorvertrag vereinbart hatten. Daran hätte der gesamte Rückkauf scheitern können – schließlich gab es erhebliche Zweifel, ob die Haushaltsordnung der Stadt erlaubt, einen offensichtlich überhöhten Preis zu zahlen.

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