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Genervte Kunden : Immer mehr Beschwerden über die Post

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Wenn der Postmann nicht mehr klingelt – Zahl der Beschwerden steigt Bild: dpa

Die Post erwartet einen höheren Gewinn, doch steigt die Zahl der Beschwerden über verspätete Pakete, Irrläufer und lange Schlangen vor den Schaltern. Dabei wissen viele Kunden gar nicht, wo sie sich beschweren können.

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          Die Deutsche Post hat ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr leicht angehoben. Der Logistikkonzern erwartet jetzt für das Gesamtjahr ein operatives Ergebnis (Ebit) von 4,0 bis 4,3 Milliarden Euro. Bisher waren es 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro. Das teilte das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen in Bonn mit.

          Im zweiten Quartal verbesserte sich das operative Ergebnis im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent auf 769 Millionen Euro. Der Konzerngewinn ging wegen höherer Steuerbelastung allerdings um rund 11 Prozent zurück und lag bei 458 Millionen Euro. Der Umsatz stieg zwischen April und Juni um 3 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro.

          Die Beschwerden über die Deutsche Post und ihre Wettbewerber nehmen derweil zu. Wie die Bundesnetzagentur auf Anfrage mitteilte, gingen von Januar bis Ende Juli 9560 kritische Wortmeldungen ein und damit 43 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (6700). Themen waren verspätete Pakete, falsch zugestellte Briefe und lange Wartezeiten am Schalter.

          Bei den Beschwerden geht es um die ganze Post- und Paketbranche, die Kritik richtet sich also auch gegen Konkurrenten der Deutschen Post. In den meisten Fällen geht es aber gegen den Ex-Staatsmonopolisten, der mit großem Abstand Marktführer ist in Deutschland.

          Wer Probleme hat beim Erhalt von Briefen oder Paketen, kann sich bei der Bundesnetzagentur melden, die als Regulierungsbehörde zuständig ist für die Post- und Paketbranche.

          Offen ist aber, ob man aus den seit langem steigenden Beschwerdezahlen eine schlechtere Qualität der Dienste ableiten kann. Vermutlich war vielen Bundesbürgern gar nicht bekannt, dass sie sich bei der Regulierungsbehörde beschweren können – erst durch die Medien dürften sie darauf aufmerksam geworden sein.

          Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sie eine Anlaufstelle für genervte Postkunden schaffen will. Das soll für besseren Verbraucherschutz sorgen. Allerdings wird der Service nicht unbedingt besser. Ein Punkt des Reformpakets von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht nämlich auch vor, dass die Post Sendungen nicht mehr sechs Mal je Woche sondern nur noch fünf Mal zustellen muss. Der Samstag oder der Montag könnte daher als Zustelltag wegfallen.

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