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Anti-Maut-Partei in Norwegen : Die Wutbürger aus dem Norden

  • -Aktualisiert am

Autoverkehr in Oslo: In den drei verschiedenen Mautringen der Innenstadt variieren die Preise je nach Antriebsart. Elektroautos, die am Kennzeichen EL erkennbar sind, zahlen am wenigsten. Bild: AP

Norwegen gilt als Vorreiter der Umweltpolitik. Doch das hat seinen Preis: Vor allem für Dieselfahrer ist das Auto teuer. Eine neue Partei knüpft an den Unmut der Autofahrer an und mischt das Land auf.

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          Wer die norwegische Hauptstadt Oslo besucht, der bemerkt vor allem eines: wie grün sie ist. Seit dem Jahr 2017 gibt es die Initiative „Autofreies Stadtleben“, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, die 700.000-Einwohner-Metropole lebenswerter zu machen. Überall finden sich kleine Parks, zudem wurden knapp 800 Parkplätze für Autos gestrichen. An ihrer Stelle gibt es nun mehr breite Fahrradwege und Sitzgelegenheiten für Fußgänger. Wer an der Hafenpromenade unterwegs ist, kann tief durchatmen: Von Autoabgasen kaum eine Spur, stattdessen laden mehrere Saunen direkt am Fjord zum Verweilen ein. Kein Wunder, dass Oslo von der EU-Kommission in diesem Jahr als „Umwelthauptstadt Europas“ ausgezeichnet wurde.

          Doch all die kleinen und großen Umbauten der vergangenen Jahre haben ihren Preis – den vor allem die Autofahrer bezahlen müssen. Drei Mautringe legen sich um Oslos Innenstadt, je mehr Ringe man durchquert, desto teurer wird es. An insgesamt 83 Mautstationen werden Autofahrer zur Kasse gebeten.

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