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Neue WTO-Chefin im Interview : „Unter Biden gibt es einen größeren Willen, Probleme zu lösen“

Ngozi Okonjo-Iweala ist die erste Frau an der Spitze der WTO. Bild: AFP

Ngozi Okonjo-Iweala ist die erste Frau an der Spitze der WTO. Im Interview spricht sie über nötige Reformen, die Rolle der Welthandelsorganisation in der Corona-Krise – und Dinge, die ihr Angst machen.

          3 Min.

          Frau Okonjo-Iweala, Sie haben gesagt, dass Sie sich als Generaldirektorin der Welthandelsorganisation als Erstes auf Covid-19 fokussieren wollen. Kann die WTO bei der fairen Verteilung von Impfstoffen eine Rolle spielen?

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Ja, ich denke schon. Die WTO kann dabei helfen, armen Ländern einen gerechten, schnellen und bezahlbaren Zugang zu Covid-19-Impfstoffen zu verschaffen. Dazu müssen die Exportrestriktionen und -verbote aufgehoben werden. Es gibt aktuell immer noch 100 Länder, in denen Exportkontrollen für Medizingüter in Kraft sind, darunter zum Teil auch für Impfstoffe. Hier brauchen wir mehr Transparenz. Wir müssen die Überwachungsfunktion der WTO stärken.

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