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Arbeitszeit : Katja Kipping will eine Vier-Tage-Woche

  • Aktualisiert am

Katja Kipping im Mai im Deutschen Bundestag Bild: dpa

Die Linksparteichefin nimmt die Corona-Krise zum Anlass, um eine 30-Stunden-Woche zu fordern. Bei der Verkürzung der Arbeitszeit solle der Staat helfen, sagt sie.

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          Linken-Chefin Katja Kipping hat gefordert, die Corona-Pandemie zum Anlass für eine flächendeckende Einführung einer Vier-Tage-Arbeitswoche zu nehmen. Als Anschubfinanzierung könne ein neues Kurzarbeitergeld dienen, sagte sie der Tageszeitung „Rheinischen Post“. Ein Jahr sollten Unternehmen, die die Arbeitszeit entsprechend verkürzen, einen Lohnzuschuss bekommen, erklärte Kipping. Danach brauche es einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung über eine Vier-Tage-Woche oder eine Höchstarbeitszeit von 30 Stunden ohne weitere staatliche Co-Finanzierung.

          „Die Vier-Tage-Woche macht Beschäftigte glücklicher, gesünder und produktiver“, sagte Kipping. „Gerade jetzt in der Corona-Krise wäre ein guter Zeitpunkt, um damit anzufangen.“ Wenn Mitarbeiter weniger Fehler machten, motivierter und seltener krank seien, profitierten auch die Unternehmen von einer solchen Regelung. Zudem könne eine Vier-Tage-Woche für mehr Gleichberechtigung sorgen, weil sich Paare seltener entscheiden müssten, wer für die Kinder kürzer trete, erklärte die Linken-Politikerin.

          Die Linkspartei hatte sich früher bereits mehrfach für eine Vier-Tage-Woche ausgesprochen.

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