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Sondergipfel zu Corona-Hilfen : Verhindert Rutte den EU-Aufbaufonds?

Geselliger Abend: Der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel (li.) zu Gast bei dem niederländischen Premierminister Mark Rutte. Bild: AFP

Ende dieser Woche sollen sich die EU-Chefs auf den 750-Milliarden-Corona-Aufbaufonds einigen. Erfolg oder Misserfolg könnte von einem einzigen Mann abhängen: dem niederländischen Premier Mark Rutte.

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          Kaum jemand der EU-Staats- und Regierungschefs kennt den niederländischen Premierminister Mark Rutte so gut wie der Präsident des Europäischen Rates, der Belgier Charles Michel. Beide gehören derselben Parteigruppe an. Der 53 Jahre alte Rutte hat eine wichtige Rolle dabei gespielt, dass der 9 Jahre jüngere ehemalige belgische Premierminister das Amt als Ratspräsident bekam. „Wir haben vergangene Woche noch einen sehr angenehmen Abend miteinander verbracht“, sagt Michel. Die Bilder von dem Treffen in Den Haag zeigen zwei Männer, denen es schwerfällt, die in der Corona-Krise gebotene Distanz einzuhalten.

          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ausgerechnet Rutte könnte nun derjenige sein, der Michel die erhoffte Einigung auf das 750-Milliarden-Euro-Wiederaufbaupaket und den EU-Haushalt 2021 bis 2027 beim Sondergipfel Ende der kommende Woche verdirbt. Kein anderer EU-Chef sperrt sich derart heftig gegen den Plan der EU-Kommission, Schulden aufzunehmen und einen Großteil des Geldes an die Staaten weiterzureichen, ohne dass diese es zurückzahlen müssen.

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