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Wirkstoff Valsartan : Löst die Medizin den Krebs aus?

  • -Aktualisiert am

Ein Arzt misst in der Notfall-Triage-Praxis im Klinikum an der Salzdahlumer Straße den Blutdruck einer Patientin. Bild: dpa

Hundertausende Menschen bekamen womöglich krebserregende Pillen mit dem Wirkstoff Valsartan verschrieben. Jetzt schaltet sich die Politik ein.

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          Der Hilferuf erreichte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) per Twitter. „Mein Vater nimmt seit Jahren #valsartan. Er wurde vor einiger Zeit mit #Nierenkrebs diagnostiziert, was wir in der Familie nie hatten. Das ist für uns unerträglich. Wie können wir und andere Betroffene uns dagegen wehren?“, wollte der Fragesteller wissen. „Das Verfahren zur Bewertung der möglichen gesundheitlichen Risiken findet derzeit auf EU-Ebene statt“, twitterte die Behörde zurück. Sobald man weitere Erkenntnisse habe, werde man darüber informieren.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Einen Monat nach dem Beginn des Rückrufs blutdrucksenkender Arzneimittel mit dem Wirkstoff Valsartan aus den Apotheken in Deutschland und 21 weiteren Ländern sind die Gründe für die Verunreinigung mit einem als krebserregend geltenden Stoff zwar bekannt. Auf viele Fragen aber fehlt noch eine Antwort. Zum Beispiel auf die nach dem Grad der Verunreinigung und der Wahrscheinlichkeit, durch die Einnahme der fehlerhaften Präparate, die sechs Jahre lang auf dem Markt waren, an Krebs zu erkranken.

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