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Wolfgang Kubicki im Interview : „Wer Solidarität einfordert, sollte die von den Nichtgeimpften einfordern“

Wolfgang Kubicki im April 2020 Bild: dpa

Der stellvertretende FDP-Parteivorsitzende Wolfang Kubicki hält die Rückkehr zur Normalität für zwingend – nicht nur für geimpfte Personen, sondern auch für Menschen mit einem negativen Testergebnis.

          4 Min.

          Herr Kubicki, die Debatte um die Rückkehr zur Normalität ist im vollen Gange. Was soll für Geimpfte gelten: Bekommen sie ihre Rechte wieder, schneller als alle anderen?

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Ich finde die Debatte merkwürdig, ich weiß auch gar nicht, worin die Bedenken bestehen. Infektionsschutz ist Gefahrenabwehr. Wenn keine Gefahren bestehen, gibt es keine rechtliche Grundlage für freiheitsbeschränkende Maßnahmen. Das ist verfassungsrechtlich ein Selbstläufer, darüber muss man nicht mehr nachdenken.

          Aber geht es nicht um Solidarität?

          Wer Solidarität einfordert, sollte die von den Nichtgeimpften einfordern. Wenn wir jetzt die älteren Menschen durchgeimpft haben, sollte man ihnen eine schnellstmögliche Rückkehr in ein normales Leben ermöglichen und sie nicht mit freiheitsbeschränkenden Maßnahmen überziehen, die nicht mehr nötig sind. Ich fände es schön, wenn eine Achtzigjährige ohne Beschränkungen am öffentlichen Leben teilnehmen kann.

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