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Wohnungsmarkt : Die Mär der überlasteten Mieter

  • -Aktualisiert am

Hinter den Türmen der Marienkirche und des Roten Rathauses ballen sich in Berlin die Wohnblocks. Bild: dpa

Wohnen wird unbezahlbar? Eine neue Studie zeichnet ein anderes Bild. Weil auch die Gehälter gestiegen sind, bleibt die Belastung der meisten Haushalte gleich. Mancher profitiert sogar.

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          Ob CDU/CSU, SPD, Grüne oder Linke, in einem Punkt sind sich fast alle Parteien einig: Wohnen ist die soziale Frage der Gegenwart. Unentwegt fällt dieser Satz im Berliner Regierungsviertel, auch weil er das Lebensgefühl vieler Menschen widerspiegelt. Nach mehr als einem Jahrzehnt mit vielerorts steigenden Mieten herrscht Konsens: Dieser Preistrend muss durchbrochen werden, sonst könnte Wohnen für große Teile der Gesellschaft unbezahlbar werden.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Doch wie groß sind die finanziellen Nöte der Mieter wirklich? Dieser Frage ist das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln nachgegangen – mit deutlich weniger alarmistischen Befunden, als sie in der Politik verbreitet sind. Zwar haben auch die Ökonomen keinen Zweifel daran, dass die Mieten deutlich zugelegt haben, vor allem in den Großstädten und in neuen Mietverhältnissen. Sie verweisen jedoch darauf, dass die Mietkostenbelastung, der Anteil der Kaltmiete an den Haushaltsnettoeinkommen, nicht wesentlich gestiegen sei. Manche Gruppen mussten zuletzt sogar tendenziell etwas weniger von ihrem Einkommen für die Miete ausgeben

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