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Wohnungsenteignungen : „Wir wollen die Investoren verschrecken“

„Ich kann nicht verstehen, wer heute noch freiwillig in bestimmte Teile von Kreuzberg zieht“, sagt Rouzbeh Taheri, hier am Kottbusser Tor. Er ist der Mann hinter dem Berliner Volksbegehren zur Enteignung von Immobilienkonzernen. Bild: Andreas Pein

Wohnungskonzerne enteignen: Mit diesem Schlachtruf sorgt der Volkswirt Rouzbeh Taheri für Furore in Berlin. Wer ist der Mann hinter dem Volksbegehren?

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          Wenige Wochen haben gereicht, um ihn zu einer Berühmtheit zu machen. Rouzbeh Taheri war in der Tagesschau zu sehen, im Fernsehtalk bei Maybrit Illner, er stritt vor großem Publikum mit dem Chef eines Wohnungskonzerns. Der 45-Jährige zählt zu den Initiatoren des Volksbegehrens „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“, das seit zwei Wochen in Berlin Unterschriften für die Verstaatlichung der großen privaten Wohnungsgesellschaften sammelt. Es beruft sich auf den bislang nie angewandten Grundgesetz-Artikel 15, der eine Vergesellschaftung von Grund und Boden gegen Entschädigung erlaubt. Seine Fernsehprominenz, sagt Taheri, sei eigentlich eher Zufall: Die Aktivisten hatten mit dem Ansturm nicht gerechnet, eine Pressegruppe gab es noch nicht, deshalb übernahm er erst mal die Medienarbeit. Dabei gilt er in der Initiative gar nicht als der Mann der starken Sprüche, sondern eher als derjenige, der aufgrund seines Volkswirtschaftsstudiums die Zahlen kennt und Bilanzen lesen kann. Gerade damit machte er es in den Diskussionen seinen Kontrahenten schwer.

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Hätten Sie gedacht, dass das Volksbegehren so viel Wirbel macht?

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