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Wohngelderhöhung : Besser Wohnen

18.10.2019: Der Bundestag hat eine Erhöhung des Wohngeldes für Geringverdiener verabschiedet. Bild: AP

Die vom Bundestag beschlossene Wohngelderhöhung ist im Grunde begrüßenswert - Unzulänglichkeiten bleiben jedoch ärgerlich.

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          Das Wohngeld für Geringverdiener zählt zu den wenigen Sozialleistungen, die politisch eher zu wenig Beachtung finden als zu viel. Als Instrument zum Entschärfen von Mietsteigerungen und Wohnungsmangel ist es viel tauglicher als die unselige Mietendeckel- und Enteignungspolitik, die sich quer durch die Parteien wachsender Popularität erfreut. Überdies ist es zielgenau, weil der Staat knappe Ressourcen hier nicht mit der Gießkanne verteilt, sondern nur an Haushalte, die Unterstützungsbedarf nachweisen. Die nun beschlossene Wohngelderhöhung ist insofern eine der wenigen sozialpolitischen Entscheidungen dieser Regierungskoalition, die auch in Zeiten schrumpfender Haushaltsspielräume zukunftsfähig erscheint. Ärgerliche Schwachstellen im System der Einkommenszuschüsse für Geringverdiener bleiben indes bestehen. Das sind vor allem die Wechselwirkungen, die Familien spüren, wenn sie Wohngeld und Kinderzuschlag gleichzeitig erhalten: Mit steigendem Erwerbseinkommen wird ihnen beides oft so rabiat gekürzt, dass sich zusätzliche Arbeit gar nicht lohnt. Offenbar fehlt der Koalition vor lauter Zank über die Grundrente die Kraft, solche Respektlosigkeiten zu beseitigen.

          Dietrich Creutzburg
          (dc.), Wirtschaft

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