https://www.faz.net/-gqe-7qlyi

Steigende Hauspreise : Schäuble warnt vor Immobilienblase

  • Aktualisiert am

Wolfgang Schäuble beim Treffen mit Jack Lew. Bild: dpa

Wie gefährlich sind die Preissteigerungen auf dem deutschen Immobilienmarkt? Finanzminister Schäuble jedenfalls macht sich Sorgen.

          Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht die Lage auf dem Immobilienmarkt angesichts von Mini-Zinsen und hohen Preisen mit zunehmender Sorge. Im Immobiliensektor gebe es Anzeichen für Preisentwicklungen, „die gefährlich sind“, sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin nach einem Gespräch mit dem amerikanischen Finanzminister Jacob Lew.

          Die Warnungen der Bundesbank nehme er sehr ernst, sagte Schäuble. Die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) hätten einen Zeitgewinn gebracht, seien aber kein dauerhafter Ersatz für notwendige Strukturreformen. Europas Politiker müssten nun diesen Spielraum nutzen, den die Geldpolitik geschaffen habe. Klar sei aber auch: „Auf die Dauer ist das Maß an Liquidität zu groß und das Zinsniveau zu niedrig“, sagte Schäuble.

          Erst am Mittwoch hatte die F.A.Z. über eine neue Studie drei renommierter Forscher berichtet, die ebenfalls vor Übertreibungen auf dem Immobilienmarkt warnen. Lockere Geldpolitik, Kreditvergabe und steigende Immobilienpreise stünden in einem engen Zusammenhang mit Finanzkrisen.

          Am Rand des Treffens hat Finanzminister Schäuble (CDU) auch Bestrebungen Frankreichs und Italiens für eine Lockerung des EU-Stabilitätspakts eine Absage erteilt. „Das Regelwerk des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes ist nicht das Problem. Das ist völlig in Ordnung“, sagte Schäuble. Das einzige Problem, das einige Mitgliedsstaaten hätten, sei es, sich daran zu halten. „Nicht mehr und nicht weniger“, meinte der CDU-Politiker auf die Frage, ob Frankreich und Italien mehr Luft für Reformen erhalten sollten. Der Pakt sei flexibel genug. „Wir in Deutschland versuchen, uns an die gemeinsamen Regeln zu halten.“

          Weitere Themen

          60 Satelliten auf einmal ins All Video-Seite öffnen

          Internet 2.0 von SpaceX : 60 Satelliten auf einmal ins All

          Die erdnahen Trabanten stellen die erste Stufe eines geplanten Netzwerks des Internetdiensts Starlink dar, das Hochgeschwindigkeits-Internet für zahlende Kunden auf der ganzen Welt zur Verfügung stellen soll. Starlink ist ein Projekt des Unternehmers Elon Musk.

          Topmeldungen

          Ehemaliger Außenminister : Tillerson keilt gegen Trump

          Mehr als ein Jahr nach seiner Entlassung spricht Trumps ehemalige Außenminister Rex Tillerson im Kongress über seine Amtszeit. Dabei erhärtet er eine Sorge vieler Beobachter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.