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Wohnungsmarkt : „Chinesen werden mehr denn je Wohnungen im Ausland kaufen“

Gefragt: Städte wie Frankfurt ziehen Käufer aus Fernost an. Bild: Frank Röth

Makler sind sich einig: Die Pandemie hat den Chinesen keineswegs den Appetit am Wohnungskauf im Ausland verdorben. Im Gegenteil. Und der Standort Deutschland könnte künftig noch interessanter werden.

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          Frankfurt, Goethestraße. Erst kürzlich hat die auf chinesische Käufer spezialisierte Anjia Immobilien GmbH hier, an der kleinen und teuersten Einkaufsstraße der Stadt, ein weiteres Büro eröffnet. Gleich neben Louis Vuitton. Eigentlich wollte Unternehmenschefin Lin Dattner Kunden dort schon im Mai empfangen. Aber die Bauarbeiten verzögerten sich. „Angeblich war Corona schuld“, sagt die Maklerin. Die Pandemie müsse zurzeit ja für vieles als Ausrede herhalten. Doch dass Covid-19 auch ihr das Geschäft verhagele, könne sie nicht behaupten. Sicher, es habe ein paar Wochen gegeben, in denen Besichtigungen und Vertragsabschlüsse zum Erliegen gekommen seien. „Im März hatten wir eine Art Schockstarre, aber seit April sind die chinesischen Interessenten wieder zurück.“

          Birgit Ochs
          Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dattner sagt das, als hätte es daran nie den leisesten Zweifel gegeben. Doch nachdem der globale Lockdown zwischenzeitlich einen großen Teil des Wirtschaftslebens zum Erliegen gebracht hatte, steht die Frage im Raum, wie es an den Wohnungsmärkten weitergeht. Könnte ja sein, dass private Kapitalanleger aus Riad, Delhi oder Singapur in nächster Zeit Geld in eigene Geschäfte pumpen müssen. Damit wäre die seit Jahren währende Shoppingtour von Käufern aus Russland, dem Nahen Osten und Asien auf dem internationalen Wohnungsmärkten fürs Erste vorbei.

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