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Bewegliche Immobilie: Das „Tiny House“ in Au-Wädenswil am Zürichsee Bild: Jürgen Dunsch

Wohntrend Kleindomizil : Auf kleinem Raum statt auf zu großem Fuß

  • -Aktualisiert am

Die Preis- und Mietanstiege bei Immobilien bereiten vielen Menschen Kopfzerbrechen. Sie suchen daher vermehrt nach kleinen Wohnungen. Doch auch das hat seinen Preis.

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          Die Frage stellen sich viele: Brauchen wir so viel Wohnraum, oder ginge es auch eine Nummer kleiner? Das Thema entspringt mehreren, durchaus gegensätzlichen Quellen, gewinnt aber an Bedeutung. Die gewaltigen Sprünge der vergangenen Jahre in den Mieten und Hauspreisen spielen die größte Rolle, aber auch der Zuzug in die Städte, das zunehmende „Bewohnen“ des öffentlichen Raumes statt der eigenen vier Wände und der grün motivierte Wunsch, etwas gegen den Ressourcen- sprich Flächenverbrauch fürs Wohnen zu tun, gehören dazu. All dies fließt in eine inzwischen greifbare Nachfrage nach kleineren Wohnungen und Häusern ein.

          Dabei tut sich ein Stadt-Land-Graben auf. Zum Beispiel im Wohneigentum. Die Fachleute der Sparda-Banken nennen in ihrem Überblick „Wohnen in Deutschland 2017“ einen Durchschnittspreis von 242.000 Euro für eine Immobilie. Das klingt nicht übertrieben. Doch es kommt auf den Einzelfall an. In den günstigsten Landkreisen kann man sich für diesen Preis auf mehr als 200 Quadratmeter Wohnfläche ausbreiten. In der Boomstadt Berlin darf man knapp 100 Quadratmeter erwarten. Der Schock kommt in München. Hier gibt es für die 242.000 Euro gerade einmal 44 Quadratmeter, Lage und Ausstattung noch gar nicht berücksichtigt. Da heißt es haushalten: lieber auf kleinerem Raum als auf zu großem Fuß. Mit Abstrichen gilt Ähnliches für Mietwohnungen.

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