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Studie : Wohnraum in Ballungszentren wird bis 2030 deutlich knapper

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Obwohl wie hier im Frankfurter Europaviertel an vielen Ecken in Deutschland gebaut wird, reicht es noch immer nicht aus, um die steigende Nachfrage zu decken. Bild: dpa

In zehn großen Städten und Regionen könnten bis 2030 knapp eine Million Wohnungen fehlen, in strukturschwachen Regionen geht die Zahl der Haushalte weiter zurück. Das ist das Ergebnis einer Analyse zur Entwicklung des Wohnungsmarktes.

          Wohnraum in deutschen Ballungszentren wird einer Studie zufolge auf lange Sicht deutlich knapper. In zehn großen Städten und Regionen könnten bis 2030 knapp eine Million Wohnungen fehlen, heißt es in einer Analyse des Versicherungskonzerns Allianz und der Forschungsgesellschaft Prognos. Der Grund: Viele Zuwanderer ließen sich in diesen Regionen nieder, zudem setze sich der Trend zu Singlewohnungen fort und die Binnenwanderung nehme zu, also die Zahl der Umzüge innerhalb Deutschlands. Betroffen seien etwa München, Berlin, Rhein-Main, Stuttgart, Hamburg und Köln. „Das Wohnungsangebot entwickelt sich zu langsam“, sagte Studienautor Tobias Koch.

          In strukturschwachen Regionen vor allem in Ostdeutschland werde die Zahl der Haushalte hingegen zurückgehen, so Koch und Co-Autor Oliver Ehrentraut. Negativ-Spitzenreiter sei hier die Region Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg mit minus 24 Prozent Haushalten bis 2045, am größten sei das Plus hingegen in München (plus 35 Prozent).

          Deutschlands Bevölkerung sehen die Experten - ähnlich wie in den Einwanderungsländern Kanada oder Schweiz - am Wachsen, 2045 dürften wohl etwa 85 Millionen hierzulande leben. „Deutschland wächst wieder“, sagte Studienautor Tobias Koch. „Und es ist davon auszugehen, dass es langfristig so sein wird.“ Die Studie basiert auf eigenen Schätzungen und Prognosen von Behörden. Der Auftraggeber der Studie, die Allianz, macht auch mit Baufinanzierungen Geschäfte.

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