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Wohnen in Hamburg : Der Preisanstieg ist nicht zu stoppen

Schöner leben in Hamburg: An der Außenalster ist das Wohnen besonders teuer. Bild: dpa

Auf der Suche nach bezahlbaren Wohnungen dringen Mieter und Käufer in die entlegensten Winkel vor. Trotzdem gibt es noch Ortsteile, die eine Menge Potential haben.

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          Die Lage ist zentral, der Blick aus den Fenstern traumhaft. Vor der großzügigen Loggia breitet sich die Hamburger Außenalster aus, der rückwärtige Balkon bietet eine schöne Aussicht über Gärten und einen kleinen Park, der von modernen Mietshäusern umschlossen wird. Das Ganze hat allerdings einen stolzen Preis: Mehr als 1 Million Euro hat ein Käufer für die 120 Quadratmeter große Wohnung im Obergeschoss nahe dem beliebten Szeneviertel St. Georg gezahlt, die die Maklergesellschaft Dahler & Company erst kürzlich vermittelt hat. Gründer und Geschäftsführer Björn Dahler, als Spezialist für Luxusobjekte eigentlich an hohe Zahlen gewöhnt, muss über solche Dimensionen immer noch staunen. „Vor zehn Jahren wären Kaufpreise in dieser Höhe unvorstellbar gewesen“, sagt er. Doch das knappe Angebot und die hohe Nachfrage ließen die Preise immer weiter steigen.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Nicht nur im Markt für Luxuswohnungen geht es seit Jahren bergauf, auch normaler Wohnraum in Hamburg wird immer teurer – ein Trend, der sich fortsetzt. Zwar ist der Anstieg nicht mehr ganz so stark wie etwa in Berlin oder München, aber aktuelle Zahlen deuten auf eine weitere Aufwärtstendenz hin. Gestützt wird die Entwicklung durch weiter steigende Einwohnerzahlen, mit denen der Wohnungsbau kaum mithalten kann, wenngleich sich nahezu überall in der Stadt die Kräne drehen. In der Folge sind Mieter und Käufer zuletzt verstärkt auf Stadtteile ausgewichen, die früher als wenig attraktiv galten. Zwar gebe es zwischen den Bezirken noch große Unterschiede, aber echte Geheimtipps seien rar geworden, sagt der Immobilienfachmann Dahler.

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