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Impact Investing : Wenn Immobilien Gutes tun

  • -Aktualisiert am

Kandidat für Impact Investing: Der Kauf eines Kindergartens kann, muss aber nicht nachhaltig sein. Bild: dpa

Immer mehr Investoren bekennen sich zu Impact Investing. Gemeint sind damit Investitionen, die eine positive ökologische oder gesellschaftliche Wirkung erzielen. Doch noch tut sich die Immobilienbranche schwer, diese Wirkung genau zu definieren und zu messen.

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          Impact Investing“ hat das Potenzial, zum Immobilienbegriff des Jahres 2023 zu werden. Während noch vor wenigen Jahren selbst Fachleute kaum etwas mit dem Terminus anfangen konnten, mehren sich nun die Meldungen über Impact-Fonds und Unternehmen, die sich einer wirkungsorientierten Investitionsstrategie verschrieben haben. Dabei handelt es sich keineswegs nur um kleine, von idealistischen Motiven angetriebene Akteure: Als das Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG) im Dezember in Berlin zu einer Fachtagung über Social Impact Investing lud, umfasste die Sponsorenliste das Who’s who der Branche vom Immobilienfinanzierer Berlin Hyp über den Wohnentwickler Instone bis hin zur Immobilienberatungsgesellschaft CBRE.

          Laut der Definition der Bundesinitiative Impact Investing handelt es sich bei Impact Investments um „Anlagen, die neben einer positiven, messbaren sozialen und ökologischen Wirkung auch eine finanzielle Rendite erzielen“. Wie aus einer Studie der Bundesinitiative hervorgeht, entfallen auf diese Investitionsstrategie in Deutschland branchenübergreifend 38,9 Milliarden Euro, wovon zehn Prozent in Immobilien investiert sind. In Zukunft könnten es noch wesentlich mehr werden: Einer Umfrage der Fondsgesellschaft Patrizia unter institutionellen Immobilieninvestoren zufolge nimmt deren Interesse an Impact Investing signifikant zu. So will fast die Hälfte der befragten Unternehmen bis zum Jahr 2027 die sozialen Auswirkungen ihrer Investitionen erfassen.

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