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Bezahlbarer Wohnraum : Berlin deckelt, Hamburg baut

Während Berlin mit dem Mietpreisdeckel die Kosten für Wohnungen zu bremsen versucht, verfolgt die Hansestadt Hamburg seit Jahren eine andere Strategie, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen: Sie baut ihn. Bild: dpa

Die Hauptstadt mag sexy sein, aber die Hansestadt sorgt für Wohnungen. Das liegt auch an dem Verhältnis der Berliner Politik zur Wirtschaft – das in Hamburg wiederum bezahlbaren Lebensraum hervorbringt.

          6 Min.

          Verglichen mit Berlin, zieht Hamburg in vielen Punkten den Kürzeren: Die größte Stadt Deutschlands hat knapp 140 Quadratkilometer mehr Fläche als die zweitgrößte, etwa doppelt so viele Einwohner und durchschnittlich 66 Sonnenstunden mehr im Jahr. Aber in einem Aspekt hat die Hansestadt ganz offensichtlich die Nase vorn: auf dem Wohnungsmarkt.

          Judith Lembke
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Während Berlin seinen nicht in den Griff bekommt und versucht, mit radikalen Maßnahmen wie dem Mietendeckel die galoppierenden Wohnkosten zu begrenzen, wird in Hamburg schlicht und einfach gebaut. Nicht nur Luxuswohnungen, sondern auch bezahlbare: In den vergangenen zwölf Jahren habe die Hauptstadt gerade mal 12.900 Sozialwohnungen geschaffen, während in Hamburg 28.500 neue Sozialwohnungen gebaut wurden, heißt es beim Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Hamburg ist damit, bezogen auf die Einwohner, deutscher Primus im Sozialwohnungsbau.

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