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Kampf gegen Klimawandel : Warum werden nicht mehr Dächer und Fassaden begrünt?

Den Hinterhof des Ehepaars Riegels in Karlsruhe bedeckte früher Asphalt, heute ist er eine grüne Oase. Bild: Burkhard Riegels

Beim Kampf gegen den Klimawandel zählt jede Pflanze. Wer Dach, Fassade oder Hof begrünt, bekommt oft Fördergeld. Doch die Eigentümer ziehen nicht mit.

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          Singapur macht’s vor. Mit ihren grünen Hochhausfassaden und Dächern ist die Megacity ein Musterbeispiel dafür, dass eine Stadt keine Beton- oder Steinwüste sein muss. Die Pflanzen ranken und wuchern dort so üppig, dass der Großstadtdschungel Wirklichkeit wird. Seit den Sechzigerjahren verfolgt der Stadtstaat das Ziel, Gartenstadt zu sein. Und seit gut zehn Jahren interessiert sich plötzlich auch die restliche Welt dafür, wie die südostasiatische Metropole mithilfe von Pflanzenwänden, begrünten Innenhöfen und Dächern den Kampf gegen Hitze, Feinstaub, Lärm – und für mehr Lebensqualität der Bewohner – auf­genommen hat.

          Birgit Ochs
          Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Immer mehr deutsche Städte eifern dem Vorbild nach. Denn ohne Grün geht nichts, wenn man sich für die Klimakrise wappnen will. Dafür versuchen die Kommunen auch die privaten Immobilieneigentümer mit ins Boot zu holen. De­nen gehört schließlich der größte Teil des innerstädtischen Gebäudebestands. Je nach Stadtsäckel mehr oder weniger üppige Förderprogramme für Dächer- und Fassadenbegrünung sollen Grundstückseigentümer locken. Doch die greifen zur Enttäuschung vieler Grünflächen- und Stadtplanungsämter viel zu selten zu.

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