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Vonovia und Deutsche Wohnen : Riesen-Übernahme von Wohnungskonzern gescheitert

  • Aktualisiert am

Die Verwaltung von Vonovia in Bochum Bild: dpa

Es wäre die größte Übernahme auf dem deutschen Immobilienmarkt geworden. Doch Vonovia scheiterte letztendlich an der Zustimmung seiner Aktionäre.

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          Vonovia steuerte auf eine große Übernahmeschlacht zu - doch die Anleger machten dem Branchenprimus einen Strich durch die Rechnung. Der Mega-Deal auf dem Immobilienmarkt ist Branchenkreisen zufolge gescheitert. Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia habe nicht genug Anleger von einer Fusion mit der kleineren Rivalin Deutsche Wohnen überzeugen können, sagte eine mit dem Prozess vertraute Person.

          Vonovia-Chef Rolf Buch äußerte sich zur gescheiterten Übernahme folgendermaßen: „Wir haben den Aktionären der Deutschen Wohnen ein wirtschaftlich attraktives Angebot unterbreitet und hierzu in den vergangenen Wochen viel Unterstützung vom Markt erhalten. Wir stellen heute fest, dass wir nicht die erforderliche Anzahl Aktien für eine erfolgreiche Übernahme angedient bekommen haben.“

          Vonovia hatte vor, die Deutsche Wohnen zu kaufen und hatte dafür den Aktionären ein Angebot unterbreitet. Der Branchenprimus gab schließlich bekannt, sich im ersten Anlauf mit 44 Prozent der Anteile zufriedenzugeben. „Die sechs Prozent fallen uns dann sowieso in den Schoß“, sagte Finanzvorstand Stefan Kirsten. Denn viele Inhaber von Wandelanleihen und Indexfonds-Verwalter wollten mitziehen, dürften das aber erst, wenn der Erfolg der 14 Milliarden Euro schweren Übernahme gesichert sei.

          Inklusive Schulden wäre der Deal 14 Milliarden Euro schwer gewesen - der größte, den es je auf dem deutschen Wohnungsmarkt gegeben hätte. Der Vorstand von Deutsche Wohnen hatte sich in den vergangenen Monaten allerdings erbittert gegen ein Zusammengehen mit Vonovia gewehrt.

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