https://www.faz.net/-gqe-8y9rd

Studie zur Mietpreisbremse : Mieter zahlen dieses Jahr 1700 Euro zu viel

  • Aktualisiert am

Moderne Wohnungen in Berlin Bild: dpa

Laut einer Untersuchung des Vereins Miettest verstoßen rund vierzig Prozent der neuen Verträge gegen die Mietpreisbremse. In Berlin müssen Mieter besonders viel draufzahlen.

          1 Min.

          Die vor rund zwei Jahren eingeführte Mietpreisbremse ist laut einer Studie in vielen Fällen wirkungslos. Nach der Untersuchung des Vereins Miettest, aus der „Bild am Sonntag“ zitiert, verstoßen schätzungsweise vier von zehn neuen Mietverträgen gegen das Gesetz. Danach zahlt jeder Mieter durchschnittlich im Jahr rund 1700 Euro mehr als er müsste.

          Grüne fordern Nachbesserungen

          Der Verein überprüfte Wohnungsannoncen aus Berlin, Stuttgart und Hamburg und rechnete die Ergebnisse auf das Bundesgebiet hoch. Nach dieser Schätzung zahlen die Mieter im ganzen Land 310 Millionen Euro zu viel. Am Schlimmsten sei die Lage in Berlin, wo Mieter im Schnitt pro Jahr 1800 Euro zu viel überwiesen.

          Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt sagte der Zeitung: „SPD und Union tragen die Verantwortung für die unnötigen Mehrkosten der Mieter. Für den immer härteren Wohnungsmarkt in Deutschland ist ein derart löchriges Gesetz absolut unverantwortlich.“ Die Grünen fordern unter anderem eine Auskunftspflicht des Vermieters über die bisherige Miete, damit Verstöße leichter nachweisbar sind.

          Die Mietpreisbremse deckelt die Kosten bei Wiedervermietungen auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete plus zehn Prozent. Sie gilt nur in Gebieten mit „angespanntem Wohnungsmarkt“.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Julian Reichelt

          Der Fall Julian Reichelt : Mut, nicht Hochmut

          Der „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt ist seinen Job los. Bei seinem Betragen ist das nur angemessen. Springer-Chef Döpfner hält ihn indes für einen „Rebellen“. Das ist der falsche Begriff.
          Für ihr seit 2014 laufendes Projekt „100Jährige“ lichtet  die Fotografin Katharina Alt, selbst Jahrgang 1980,   hundertjährige oder noch ältere Menschen ab, vor allem in München.   Die ehemalige Schauspielerin Agnes Seuss posiert  hier lachend in Weiß, sie wurde  am 22. Juni 1915 geboren.

          Psychologie des Alters : Hundert und glücklich

          Immer mehr Menschen werden älter als 100 Jahre. Was Hundertjährige glücklich macht, wie sie die Pandemie erlebten und warum es sich lohnen kann, auf einer Insel zu leben, erzählt die Alterspsychologin Daniela Jopp.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.