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Sanierung : Mit Sachverstand

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Energetische Sanierung: mehr als eine Einzelmaßnahme Bild: dapd

Energetische Sanierung bedeutet mehr als die Rundum-Dämmung eines Hauses. Architekten und die Förderbank KfW wollen gemeinsam die Beratung verbessern.

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          Wer sein Haus energetisch saniert, bekommt neben anderen Förderungen sogar einen Zuschuss für die fachliche Beratung. Bis zu 4000 Euro zahlt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Leistungen von Architekten. Bauherren können sie beantragen. Das ist schon seit Beginn des Jahres so. Nur: Viele, die bauen oder sanieren, wissen das gar nicht - und viele Planer auch nicht.

          Daher sollen jetzt die mehr als 100 000 Architekten in Deutschland stärker eingebunden werden in das Fördernetzwerk der KfW. Seit vergangener Woche gibt es die Aufklärungskampagne „Besser mit Architekten - Energieeffiziente Gebäude“. Dahinter stehen die Förderbank KfW und die Bundesarchitektenkammer.

          Werbeveranstaltungen in einzelnen Bundesländern sollen ab sofort die Planer darüber aufklären, welche Förderinstrumente es gibt. Es geht um Folgendes: Die Architekten sollen die Bauherren, in deren Dienst sie stehen, schnell und sicher auf die richtige Fährte zu diesen Subventionen bringen. „Geld ist genug da“, versprach denn auch Axel Nawrath, Vorstand der KfW-Bankengruppe, bei der Vorstellung der Initiative in Berlin. Die Fördertöpfe seien gefüllt. Der Druck, die proklamierte Energiewende in Deutschland zu schaffen, ist schließlich hoch.

          „Geld genug ist da“

          Im Bereich der Wohngebäude kann noch viel Energie eingespart werden, gerade durch Sanierungen. Daher hat die Bundesregierung abermals neue Förderprogramme aufgelegt, dieses Mal speziell für die energetische Ertüchtigung von Baudenkmalen und ganzen Stadtquartieren. Sie gelten für 2012 und kommende Jahre. „In der Umsetzung brauchen wir dringend die Planer“, sagte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesbauministerium.

          Mitte Juni wird in Nordrhein-Westfalen ein erster Fachtag stattfinden. In der Düsseldorfer Landesarchitektenkammer wollen zwei Planer ihre musterhaften energieeffizienten Bau- beziehungsweise Sanierungsvorhaben vor Kollegen erläutern. „Die Bauherren dieser Projekte berichten dort genauso“, kündigt Christof Rose, Sprecher der Kammer, an. Es gehe doch um die Praxis. „Und es kommt gerade auf das gute Zusammenspiel von Planer und Bauherr an, wenn Förderungen mit dem größtmöglichen Gewinn abgerufen werden sollen“, sagt Rose. Das heißt, wenn etwa mehrere bestehende Förderinstrumente kombiniert werden sollen. Denn für altersgerechtes Bauen oder Umbauen kann es ebenso Zuschüsse geben. Um bestehende Häuser nachhaltig in ihrer Qualität zu verbessern, müssten viele Merkmale geprüft und verbessert werden. „Diesen ganzheitlichen Blick auf Gebäude haben nur Architekten“, fügt Rose hinzu.

          Energieeffizienz ist mehr als Dämmen

          Weitere dezentrale Architekten-Beratungen sollen in Baden-Württemberg und in Hessen stattfinden, Anfang des kommenden Jahres dann auch in der Landesarchitektenkammer Berlin. Andere Bundesländer könnten folgen, wenn die KfW und die Bundesarchitektenkammer (BAK) das Projekt nach 2013 verlängern.

          Wie notwendig es ist, auf breiter Ebene mehr energetischen Sachverstand als bisher in das Bauwesen zu tragen, wissen viele Fachleute in der Praxis. Das Feld, so lautet eine weitverbreitete Kritik, dürfe nicht allein jenen überlassen werden, die unter Energieeffizienz allein die Verkleidung von Häusern mit Styroporplatten verstehen. Umso wichtiger sei es, weitere technische Innovationen und professionelle Hilfestellung zu koppeln. Hohe Anerkennung finden daher in Fachkreisen auch die neuen KfW-Förderprogramme „Effizienzhaus Denkmal“ und „Energetische Stadtsanierung“. Sie weisen in die Richtung einer integrierten Planung, eines Ausgleichs der Interessen von Ingenieuren, Ästheten, Stadtplanern, Denkmalschützern.

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