https://www.faz.net/-gqe-abig7
Blick über die Nagoldtalsperre im Schwarzwald

Zehn geheime Fluchten

Von JUDITH LEMBKE, BIRGIT OCHS und ANNE-CHRISTIN SIEVERS
Blick über die Nagoldtalsperre im Schwarzwald Foto: Picture-Alliance

18. Mai 2021 · Zweitwohnsitze auf dem Land sind begehrt wie nie. Auch jenseits der Orte, die jeder kennt, gibt es schöne Ecken – und Häuser zu deutlich niedrigeren Preisen.


Holsteinische Schweiz – Begehrte Wasserlagen 

Das Hinterland der Ostsee wird immer beliebter.
Das Hinterland der Ostsee wird immer beliebter. Foto: Picture-Alliance

Grüne Wiesen, sanfte Hügel, stille Seen: Die Holsteinische Schweiz ist vor allem bei Wassersportlern und Naturfreunden beliebt. Das Hinterland der Ostsee lockt mit Ruhe und weiten Blicken, in den kleinen Or­ten Plön, Malente oder Eutin geht es gemächlich zu. Rund eineinhalb Fahrtstunden von Hamburg entfernt ist das Immobilienangebot noch größer und die Preise sind nie­driger als direkt am Strand. „Je weiter man sich von der Küste entfernt, desto günstiger“, nennt der Plöner Makler Oliver Langner vom Büro Langner und Burmeister die Faustregel. 

Allerdings haben auch hier die Preise kräftig angezogen. Vor allem Wasserlagen sind deutlich teurer geworden. „Vor zehn Jahren hat man ein Grundstück mit tausend Quadratmetern am See mit einem Haus aus den siebziger Jahren noch für weniger als 300 000 Euro be­kommen“, sagt der Makler. Heute müsste man für die gleiche Immobilie zwischen 500 000 und 600 000 Euro bezahlen. Häuser ohne Seezugang seien deutlich günstiger, vor allem unsanierte. 

Die Nachfragesituation beschreibt der Makler als „sehr gemischt“. „Die Schleswig-Holsteiner kaufen nicht mehr, de­nen ist es zu teuer.“ Stattdessen kämen vermehrt Käufer aus den deutschen Ballungsräumen, die Liebhaberpreise zahlten.  Immer häufiger komme es zu Bieterverfahren. Wen es eher Richtung Ostsee zieht, dem rät der Makler, 10 bis 15 Kilometer hinter der Küstenlinie zu suchen. Dort sei es nicht nur günstiger, direkt am Wasser gebe es auch kaum Angebot. Wer auf Meerblick nicht verzichten will, solle sich in den Strandbädern Dahme, Großenbrode und Grömitz umsehen. „Die entwickeln sich gerade, sind aber noch nicht so teuer wie die Orte in der Lübecker Bucht.“ 

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

Wegen seines Umgangs mit dem Missbrauchsskandal in der Kritik: Rainer Maria Kardinal Woelki

Erzbistum Köln : Gibt es noch eine Zukunft mit Woelki?

In Köln ist das Vertrauensverhältnis zwischen Erzbistum und Erzbischof zerrüttet. Ein externer Moderator muss einspringen. Nicht wenige hoffen, dass ein Spruch aus Rom die Angelegenheit schon vorher erledigt.
Im Wahlkampf: Der Kanzlerkandidat der Union und CDU-Vorsitzende Armin Laschet

Wahlprogramm der Union : Adenauer reicht nicht mehr

Vielleicht wäre es Armin Laschet am liebsten gewesen, einfach Wahlkampfplakate mit den Worten „Keine Experimente!“ zu bedrucken – und abzuwarten, wie sich die Konkurrenz um Kopf und Kragen redet. Tatsächlich muss er mehr tun.