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Bundesbank : Immobilien in Großstädten werden immer teurer

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Auch die Immobilienpreise im Frankfurter Bahnhofsviertel sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Bild: Hannes Jung

Die Preise für Immobilien in Großstädten sind auch im vergangenen Jahr wieder kräftig gestiegen. Die Mieterhöhungen fielen dagegen geringer aus als im Jahr zuvor.

          Die Preise für Wohnimmobilien in den Städten sind laut Bundesbank auch im vergangenen Jahr kräftig nach oben geschnellt. „Eigentumswohnungen in den Großstädten weisen dabei nach wie vor die stärksten Überbewertungen auf,“ teilte die Bundesbank am Montag in ihrem Monatsbericht Februar mit.

          Insgesamt seien die Preise für Wohnimmobilien in Städten 2015 im Schnitt um sechs Prozent geklettert. Im Jahr zuvor habe sich der Preisanstieg noch von 7,5 auf 5,5 Prozent verlangsamt. Vor allem die „unverändert guten Aussichten für Einkommen und Beschäftigung“ beflügelten die Immobilien-Nachfrage. Dazu kämen günstige Immobilien-Kredite. Die Bundesbank stützte sich bei ihrer Analyse auf Daten des Marktforschungsinstituts Bulwiengesa.

          Besonders beliebt waren Eigentumswohnungen: Deren Preise zogen laut Bundesbank 2015 um 6,5 Prozent an. Damit verteuerten sie sich kräftiger als Reihen- und Einfamilienhäuser mit 5,0 Prozent. Die Preise schnellten vor allem in den Städten in die Höhe, in denen Eigentumswohnungen bislang nur auf wenig Interesse gestoßen waren.

          Die Mieten in den Großstädten sind derweil nicht so stark gestiegen: Als möglichen Grund nennt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht die Mietpreisbremse, die im vergangenen Jahr in einigen Städten in Kraft trat. Sie gilt ganz oder teilweise in Berlin, München, Hamburg, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und in vielen kleineren und mittleren Städten.

          Experten hatten zuletzt immer wieder darauf hingewiesen, dass in Deutschland zu wenig gebaut wird. Manchen Schätzungen zufolge fehlen derzeit mindestens 800.000 Wohnungen. Der Flüchtlingszustrom dürfte laut Bundesbank nun die Preise nochmals nach oben treiben. Den Notenbank-Experten zufolge könnten dadurch Mieten und Immobilien-Preise in den beiden nächsten Jahren um 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte mehr zulegen als ohne Flüchtlingszuzug.

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