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Bau-Staatssekretärin : Sonderabschreibungen für neue Wohnungen sollen endlich kommen

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In Berlin entstehen Neubauwohnungen im Stadtteil Kreuzberg (Aufnahme von 2017). Bild: dpa

Steueranreize sollen den Neubau von Mietwohnungen attraktiver machen. Doch der Bundesrat kann sich nicht dazu durchringen. Es wird Zeit, drängt die neue Bau-Staatssekretärin Bohle.

          Bau-Staatssekretärin Anne Katrin Bohle hat die Bundesländer aufgefordert, die geplanten Steueranreize für Wohnungsbau nicht länger zu blockieren. „Nun ist der Bundesrat am Zuge“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

          Ende 2018 hatte der Bundestag die Möglichkeit zu Sonderabschreibungen beim Bau von Mietwohnungen beschlossen. Die Länder forderten jedoch Nachbesserungen, das Vorhaben hängt deshalb im Bundesrat fest. Bohle hofft, dass die Länderkammer die Steueranreize spätestens zu ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause freigibt.

          Schon fast ein Jahr alt

          Der ursprüngliche Plan aus dem August 2018 sah drei Jahre lang Sonderabschreibungen von bis zu fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten für neue Wohnungen vor. Um Luxuswohnungen von der Förderung auszuschließen, sollten die Kosten 3000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche nicht übersteigen. Die Sonderabschreibung sollte auch nicht nutzen, wer schon andere öffentliche Förderung für seine Investition bezieht.

          Die parteilose Bohle hatte zuletzt die Abteilung für Stadtentwicklung und Denkmalpflege im nordrhein-westfälischen Bauministerium geleitet. Bohle ist die einzige Frau unter den Staatssekretären in Horst Seehofers Bundesinnenministerium. Ende März hatte sie das Amt von SPD-Mann Gunther Adler übernommen.

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