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FAZ Plus Artikel Der Wohn-Knigge : Muss ich mich bei den neuen Nachbarn vorstellen?

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Sich als neuer Nachbar vorzustellen, tut nicht weh – im Gegenteil: Wenn mal wieder drei Pakete angenommen werden müssen oder der Nachbar zwei Wochen lang die Pflanzen gießen soll, kann es nützlich sein, ein gutes Verhältnis zu pflegen. Bild: Nils Mueller/Cultura Images RF/F

Nicht nur in Berlin verbringen die Menschen ihre Zeit in Hinterhöfen bei gemeinsamen Grillabenden oder dem Plausch im Treppenhaus. Höflich sein ist nicht nur eine nette Geste – sondern kann sich sogar auszahlen.

          Ich ziehe bald um, in ein Mehrfamilienhaus. Muss ich wirklich bei allen Nachbarn klingeln und mich vorstellen? Das macht man doch heute nicht mehr, oder? Dring-dring, hallo, hallo, guten Abend! Stellen Sie sich vor! Na klar! Wenn Sie bei einem Abendessen einen Raum betreten, gehen Sie ja auch auf die Menschen darin zu – Hunde lassen wir mal außer Acht –, sagen Ihren Namen, geben lächelnd die Hand und hoffen, dass Sie in der Person dieses Sportlehrers/Wirtschaftsprüfers/Dachdeckers einen Goldschatz treffen. Oder gehören Sie zu diesen gefürchteten Zeitgenossen, die sich mit dem Aperitifglas scheinbar blind und taub an die Wand pressen, missmutig vor sich hin stieren und warten, dass der begnadete Smalltalker, die überbeschäftigte Hausherrin oder das Au-pair Sie rettet? Dann will Sie eh keiner im Haus haben! Bleiben Sie in Ihrer Ecke stehen! Aber denken Sie daran: Auch wenn Sie als innerer Höhlenmensch, der am liebsten einen Stein vor sein Luftloch rollen würde, fremde Wesen grundsätzlich hassen oder derart unter Schüchternheit leiden, dass Sie ernsthaft darüber nachdenken, sich für einen mehrwöchigen Flirt-Kurs anzumelden – mit Ihren neuen Nachbarn werden Sie unter einem Dach leben. In guten wie in schlechten Zeiten. Bis dass der Tod Sie scheidet vielleicht.

          Und es gibt neben einer gemeinsamen französischen Bettdecke kaum etwas Intimeres als gemeinsame Papiermülltonnen. Oder traut nebeneinander hängende Briefkästen, aus denen Mahnungen, gut zu lesende Postkarten, politische Zeitschriften und Werbung für Sextoys quellen. Da will man doch wissen, wer unter demselben Dach schläft, isst und arbeitet. Und ganz egoistisch gedacht: Zwar sind die Zeiten vorbei, in denen bekittelte Hausfrauen mit properen Dauerwellen-Köpfen sich bei den Nachbarinnen Eier, Natron und gute Butter für den Nachmittagskuchen ausliehen. Aber ich wette, dass Ihr Nachbar sicher öfter Ihre Bücher-, Wein- oder Schuhpakete für Sie annehmen müssen, als ihm lieb ist. Stapel über Stapel, die seinen Eingang versperren, wenn er gerade staubsaugen will oder die Schwiegermutter kommt. Es gibt sogar Menschen, die sich über den Paketabholstationen im privaten Flur verliebt haben. Ist doch großartig?

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