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„Menschen mit ins Boot holen“ : Wie sinnvoll ist ein Modernisierungszuschlag für arme Mieter?

Blick auf sanierte Altbauten in Kiel. Bild: dpa

Wenn Vermieter nach Modernisierungsarbeiten die Miete erhöhen, können sich Mieter wehren. Was bedeutet das? Rechtsanwalt Eric Lindner spricht im Interview über Vermieterfrust, soziale Härtefälle und finanzielle Überforderung.

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          Wenn Vermieter nach Modernisierungsarbeiten am Haus die Miete erhöhen, können sich Mieter wegen finanzieller Überforderung wehren. So hat es der Bundesgerichtshof (BGH) unlängst im Fall eines Mieters entschieden, der Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezieht (AZ: VIII ZR 21/19). Wir wollen von Eric Lindner, Rechtsanwalt und Geschäftsführer von Haus & Grund in Leipzig, wissen, welche Konsequenzen diese Entscheidung für Vermieter hat.

          Birgit Ochs

          Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wird eine Investition in die Modernisierung des Bestands und die energetische Sanierung für den Eigentümer zum Risiko, wenn er die Kosten nicht auf die Miete umlegen kann?
          Dass ein solches Vorhaben grundsätzlich zum Risiko wird, sehe ich nicht, vielleicht verschiebt aber der eine oder andere Vermieter eine weitere Sanierung. Was man auf Fälle sagen kann, ist, dass private Vermieter anders als professionell agierende Wohnungsunternehmen wesentlich schwerer betroffen sind.

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