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Mietpreise im Wahlkampf : Wohnungswahl

  • -Aktualisiert am

Kennt er sich aus? Olaf Scholz tritt als Kanzlerkandidat der SPD an. Bild: Lucas Bäuml

Die Parteien versprechen Mietern Unterstützung gegen hohe Wohnungspreise. Aber was hilft davon? Statt Berliner Eingriffe verspricht der Hamburger Weg mehr Erfolg.

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          Zur Bundestagswahl versprechen die Parteien liebend gern Hilfe – auch für Mieter in den Städten. Doch nicht alles, was sich in den Programmen zum Wohnen findet, wird das einlösen und Immobilienengpässen in Ballungsräumen entgegensteuern.

          SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz meint berechtigt, dass mehr Bauen langfristig am besten gegen hohe Mieten wirkt, aber will in der Zwischenzeit die Mietpreise nicht höher als die Inflation steigen lassen, wo dies nötig sei. Union und FDP sind gegen Deckel, während Grüne und Linkspartei Obergrenzen für Mieten wollen. Statt solcher Eingriffe sollte besser willkommen sein, was mehr Wohnraum in den nachgefragten Quartieren schafft, die Abläufe beschleunigt und auf dem Weg dahin Kosten spart.

          Olaf Scholz könnte es besser wissen

          Wie das funktioniert, lässt sich eher in Hamburg als in Berlin sehen. Die Hansestadt setzt für zehntausend neue Wohnungen im Jahr auf ein Bündnis mit der Wohnungswirtschaft, während die Hauptstadt mit Deckeln und Bremsen an Symptomen mangelnden Wohnraums herumdoktert. Scholz sollte als früherer Erster Bürgermeister Hamburgs genug wissen, um sich gegen den Berliner Weg zu entscheiden. Denn in der Hauptstadt lässt sich beobachten, wohin eine solche Wohnungspolitik und auch eine rot-rot-grüne Regierung steuern.

          Jan Hauser
          Redakteur in der Wirtschaft.

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