https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/mieterbund-gegen-enteignung-von-wohnungskonzernen-16234732.html

Präsident Franz-Georg Rips : Mieterbund gegen Enteignung von Wohnungskonzernen

  • Aktualisiert am

Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes, äußert sich auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des Deutschen Mietertags in Köln. Bild: dpa

Der Präsident des Deutschen Mieterbundes hält nichts davon, Wohnungskonzerne zu enteignen. Er hat eine andere Idee, um die Not der Mieter zu lindern.

          1 Min.

          Der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, hat sich gegen eine Enteignung von Wohnungskonzernen ausgesprochen. „Eine Enteignung muss laut Grundgesetz gesetzlich geregelt sein, außerdem ist eine Entschädigung vorgesehen“, sagte Rips dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Es könne „zehn bis 15 Jahre“ dauern, bis eine Entscheidung gefallen sei. Dann sei die Lage auf dem Wohnungsmarkt wieder eine ganz andere.

          Rips forderte stattdessen, die Schaffung und Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum ins Baugesetzbuch aufzunehmen. „Das würde Genehmigungsprozesse vereinfachen und beschleunigen.“ Notwendig sei auch, dass dafür mehr Personal in den städtischen Verwaltungen eingeplant werde.

          Das Konzept eines Mietendeckels, wie er gerade in Berlin diskutiert wird, hält Rips für einen begrenzten Zeitraum für legitim. Der Deutsche Mieterbund ist die Dachorganisation von 15 Landesverbänden. In den Vereinen sind etwa drei Millionen Mieter zusammengeschlossen. Am Donnerstag begann in Köln der Deutsche Mietertag, der bis Samstag dauert.

          Weitere Themen

          „Bedenklich bis abscheulich“

          Kritik an Wework-Gründer : „Bedenklich bis abscheulich“

          Das unrühmliche Ende bei Wework hat Adam Neumann nicht von einem neuen Anlauf als Unternehmer abgehalten. Dafür hat er sich eine üppige Investition gesichert. Aus Deutschland kommt heftige Kritik.

          Justiz hat keinen Cum-ex-Verdacht gegen Olaf Scholz

          Finanzskandal : Justiz hat keinen Cum-ex-Verdacht gegen Olaf Scholz

          Die Ermittler sehen rund um den Cum-ex-Skandal keinen Anfangsverdacht für eine Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen Olaf Scholz. Die Nachricht kommt wenige Tage vor der Aussage des Bundeskanzlers vor einem Untersuchungsausschuss.

          Topmeldungen

          Soll zahlreiche Verfehlungen im Amt begangen haben: Patricia Schlesinger

          ÖRR und der Fall Schlesinger : Systemversagen

          Der Skandal beim Rundfunk Berlin Brandenburg rund um Patricia Schlesinger mag einmalig erscheinen. Er zeigt aber die Schwächen des öffentlich-rechtlichen Systems auf. Werden die Bundesländer daran je etwas ändern?
          Adam Neumann während eines Tech-Kongresses in New York im Jahr 2017

          Kritik an Wework-Gründer : „Bedenklich bis abscheulich“

          Das unrühmliche Ende bei Wework hat Adam Neumann nicht von einem neuen Anlauf als Unternehmer abgehalten. Dafür hat er sich eine üppige Investition gesichert. Aus Deutschland kommt heftige Kritik.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.