https://www.faz.net/-gqe-86gpu

Konzept : Bauministerium plant „Mikrowohnungen“ in Ballungsräumen

  • Aktualisiert am

Ein Hochhaus in Hamburg. Echte Mikrowohnungen gibt es auch hier noch nicht zu sehen. Bild: dpa

Gegen den Wohnungsmangel in Großstädten entwickelt das Bauministerium ein neues Konzept: Mikrowohnungen mit eigener Küche und Bad.

          Mehrere tausend sogenannte Mikrowohnungen sollen in den kommenden Jahren in Ballungsräumen entstehen, um die Wohnungsnot zu lindern. Die Bundesregierung will 120 Millionen Euro in der Entwicklung von Kleinstunterkünften investieren, wie aus einem Papier des Bundesbauministeriums hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag. Die Wohnungen mit Küche sowie Bad sollen demnach einen Grundriss von insgesamt mindestens 22 Quadratmetern haben.

          Die Wohnungen sind vor allem für Studenten und Auszubildende gedacht - sollen aber so gebaut werden, dass sie künftig leicht in barrierefreie Unterkünfte für Senioren umgewandelt werden können. Auch eine „Nutzmischung über Mehrgenerationenwohnen“ soll dadurch gefördert werden. Neben Studenten, Auszubildenden und Senioren könnten in den Mikrowohnungen auch Flüchtlinge untergebracht werden.

          Die Wohnungen sollen den Angaben zufolge so gedämmt werden, dass die Warmmieten besonders günstig sind. Für Studenten und Auszubildende sollen zunächst nicht mehr als 260 Euro Warmmiete im Monat fällig werden - wobei „sachgerechte Abweichungen“ in Großstädten mit hohen Grundstückkosten gestattet werden sollen.

          Nach Abstimmung mit dem Bundesfinanzministerium und dem Bundesrechnungshof soll dem Bauministerium zufolge der Aufruf für die ersten Projekte im Herbst dieses Jahres erfolgen. Fertiggestellt werden sollen die Wohnungen dann bis Ende 2018.

          Weitere Themen

          Dieselskandal kommt vor BGH Video-Seite öffnen

          Showdown gegen VW : Dieselskandal kommt vor BGH

          Der Dieselskandal wird zum Fall für den Bundesgerichtshof (BGH): Der Dienstleister Myright wirft VW wegen des Einbaus von Schummelsoftware in Dieselautos unter anderem Betrug und sittenwidriges Verhalten vor.

          Europa soll seine Kräfte bündeln Video-Seite öffnen

          EU-Industriestrategie : Europa soll seine Kräfte bündeln

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und sein französischer Kollege Bruno Le Maire haben eine europäische Industriestrategie gefordert, um europäische Unternehmen „für den harten globalen Wettbewerb zukunftsfähig zu machen“.

          Topmeldungen

          Karl Lagerfeld : Der letzte Modeschöpfer

          Karl Lagerfeld, der das Erbe von Coco Chanel neu belebte, ist gestorben. Er war ein ganz anderer Typ als die selbstquälerischen Modekünstler, die sich gerade so mit ihrer Mode ausdrücken können, aber meist nicht mit ihren Worten.

          Champions League im Liveticker : They never walk alone

          This is Anfield: Das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FC Liverpool und Bayern München fühlt sich an wie ein Endspiel. Parallel läuft Olympique Lyon - FC Barcelona. Verfolgen Sie die Spiele im Liveticker.
          Der Vapiano-Chef Cornelius Everke während eines Interview am Dienstag in Frankfurt

          Vapiano-Chef : „Wir haben uns verzettelt“

          Miese Geschäftszahlen, Talfahrt an der Börse: Vapiano-Chef Cornelius Everke erwägt auch Filialschließungen, um die Restaurantkette wieder auf Kurs zu bringen. Und nicht nur das.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.