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Kleinmachnow in Brandenburg : Berlins teure Nachbarin

Sommerfeld-Siedlung an der Karl-Marx-Allee: heute so begehrt wie vor gut neunzig Jahren Bild: Andreas Müller

Nirgendwo in Brandenburg kosten Grundstücke so viel wie in Kleinmachnow. Dabei hatte der Bauunternehmer Adolf Sommerfeld dort einst große Pläne für Kleinverdiener.

          6 Min.

          Adolf Sommerfeld war ein Mann mit Faible und Gespür, und zwar für moderne Architektur und Stadtplanung. Im Jahr 1927 kaufte der Bauunternehmer einem Gutsbesitzer namens Dietloff von Hake südwestlich von Berlin hundert Hektar Land ab. Das immerhin zu Groß-Berlin gehörende Zehlendorf war damals noch klein, das benachbarte Kleinmachnow nichts als ein Nest. Eins mit Potential immerhin. So sah Sommerfeld das. Er sollte recht behalten.

          Birgit Ochs

          Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Er ahnte damals wohl nicht, dass ebendieses Nest einmal zum teuersten Ort Brandenburgs aufsteigen würde, wo Käufer heute mehr für den Quadratmeter Boden zahlen als in der nahen Landeshauptstadt Potsdam und Teilen von Zehlendorf und Berlin-Dahlem. Einen gewissen „elitären Charakter“, den Makler der Gemeinde bescheinigen, hatte der Ort sicherlich auch damals schon. Dafür sorgten das burgähnliche Herrenhaus der von Hakes und ein Villenviertel. Aber ansonsten gab es 1927 nicht viel mehr als Potential und Sommerfelds Ideen für das sandige Land im Wald.

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