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Bestellerprinzip : Maas: Auch Hausverkäufer sollen Makler bezahlen

  • Aktualisiert am

Heiko Maas auf dem Weg zur wöchentlichen Kabinettssitzung im Kanzleramt. Bild: AFP

Für Mietwohnungen gilt bereits: Wer den Makler bestellt, muss ihn bezahlen. Justizminister Heiko Maas würde dieses Prinzip gerne auch beim Haus- und Wohnungskauf einführen.

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          Auch in Deutschland sollten auf Dauer die Hausverkäufer den Makler bezahlen und nicht die Käufer. Das hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gefordert.

          „Für Mieter haben wir das Bestellerprinzip für Maklerleistungen eingeführt. Das bedeutet, dass derjenige den Makler bezahlen muss, der ihn beauftragt“, sagte Maas. Das sei fast immer der Vermieter. Mieter würden durch die Einführung des Bestellerprinzips „spürbar entlastet“.

          „Ein Grundprinzip der Marktwirtschaft“

          „Wir haben uns zunächst auf die Einführung des Bestellerprinzips für Mietwohnungen konzentriert“, sagte der Justizminister weiter. Dort sei das Problem drängender gewesen. Es seien weit mehr Menschen betroffen, zudem seien Mieter in der Regel bei der Wohnungssuche in größeren finanziellen Zwangslagen als Wohnungskäufer.

          „Aber: Wer eine Leistung bestellt, muss sie bezahlen“, hob Maas hervor: „Das ist ein Grundprinzip der Marktwirtschaft.“ Das sollte „langfristig auch für den Wohnungskauf die Regel werden“, meinte der Minister. „Leider wurde die Einführung des Bestellerprinzips für den Kauf von Immobilien nicht in den Koalitionsvertrag für diese Legislaturperiode aufgenommen.“

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