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IW-Studie : Hier wohnt es sich am billigsten

Mietwohnungen in Frankfurt: Für 25 Prozent des durchschnittlich verfügbaren Einkommens wohnt ein Mieter hier auf 70 Quadratmeter. Bild: dpa

Die Deutschen können sich von ihrem Geld immer größere Wohnungen leisten. Doch das gilt nicht überall. Unsere Karte zeigt alle Landkreise.

          Wie viel Quadratmeter Wohnung kann ich von meinem Gehalt bezahlen? Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat genau diese Frage in einer Studie untersucht. Es hat alle Landkreise Deutschlands unter die Lupe genommen – und der Spitzenreiter liegt in Niederbayern.

          Benjamin Fischer

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auch wenn die Klage über steigende Mieten inzwischen alltäglich ist: Tatsächlich sind die Mieten in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht so schnell gestiegen wie die Einkommen, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln ausgerechnet hat. Dabei geht es um die “verfügbaren Einkommen“, also das Einkommen nach Steuern, Abgaben und Sozialleistungen. Im Schnitt kann ein privater Haushalt heute 94 Quadratmeter mieten, wenn er ein Viertel seines verfügbaren Einkommens dafür einsetzt. Das sind zwei Quadratmeter mehr als noch 2010. Allerdings: Das Gefälle zwischen einzelnen Kreisen hat zuletzt zugenommen.

          Für 25 Prozent des hier verfügbaren Einkommens erhält ein durchschnittlicher Haushalt zum Beispiel im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau 126 Quadratmeter. Immerhin nah dran ist der östlichste Landkreis Niedersachsens, Lüchow-Dannenberg, hier reicht das Viertel für 121 Quadratmeter. Im Westerwald (Rheinland Pfalz) sind es immerhin noch 118 Quadratmeter.

          Berlin ist nicht das Schlusslicht

          Wer in Vechta, Oldenburg oder im Hochsauerland-Kreis eine Wohnung sucht, kann sich im Schnitt auf 114 Quadratmeter einstellen. Deutschlandweiter Durchschnitt sind übrigens 94 Quadratmeter – wie in Oberspreewald–Lausitz oder dem Kyffhäuserkreis im Norden von Thüringen.

          Die lautesten Klagen über steigende Mieten hört man freilich in den Großstädten. Nicht zu Unrecht, wie die Studie zeigt: So sind etwa in Berlin die Mieten seit 2010 um 26 Prozent gestiegen. Der bundesweite Durchschnitt liegt bloß bei 10,2 Prozent. Auf entsprechend weniger Wohnfläche kann man mit einen durchschnittlichen Einkommen in der Hauptstadt spekulieren: 68 Quadratmeter sind es der Studie zufolge. Der gleiche Wert zeigt sich beim Betrachten der Karte für Hamburg. Im traditionell teuren München kommt man auf 70, ebenso wie in Frankfurt. Die Kölner haben es ein wenig besser - in der Domstadt bekommt ein Mieter im Schnitt 74 Quadratmeter.

          Die Lage in Berlin erklären sich die Fachleute des IW mit dem starken Zuzug. Um 240.000 Einwohner sei die Hauptstadt in den letzten sechs Jahren gewachsen, nur konnte die Kaufkraft der Bürger nicht mit den steigenden Preisen mithalten. Schlusslicht ist Berlin freilich trotzdem nicht. Am wenigsten Wohnraum bekommt man für ein Viertel des örtlichen Durchschnittseinkommens nämlich in Trier – bloß für 60 Quadratmeter reicht es hier.

          Der Grund: Trier ist mit seiner großen Universität eine klassische Studentenstadt und deren Einkommen sind naturgemäß eher niedrig. Entsprechend schlecht stehen auch Heidelberg (62 Quadratmeter) und Freiburg (61 Quadratmeter) da. Mainz kommt da mit 75 Quadratmetern noch vergleichsweise gut weg.

          Im Schnitt ist Wohnen in Deutschland übrigens sogar günstiger geworden. Denn während im Bundesdurchschnitt die Mieten seit 2010 um 10,2 Prozent gestiegen sind, haben die durchschnittlichen Einkommen um 11,5 Prozent zugelegt. Blickt man auf die einzelnen Regionen, sieht die Lage allerdings oft ganz anders aus.

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