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Indikator der Immobilienmärkte : Was zwischen den Zeilen steht

  • -Aktualisiert am

Begehrt: Ferienhäuser auf der Insel Fehmarn Bild: dpa

Die Häufigkeit von Schlüsselwörtern in Immobiliennachrichten verrät, wie sich die Rendite entwickelt.

          4 Min.

          Immobilienmärkte gelten als vergleichsweise intransparent, viele wichtige Marktdaten stehen erst mit großer zeitlicher Verzögerung und selten in der gewünschten Granularität oder überhaupt nicht zur Verfügung. Immobilien sind heterogene Güter, und Marktakteure teilen ihre privaten Transaktionsinformationen nur ungern: Auch auf Immobilienmärkten ist Wissen Macht, also Rendite. Zwar hat sich die Transparenz auf Immobilienmärkten in den vergangenen Jahren im Zuge zunehmender Professionalität und auch durch Transparenzinitiativen, vor allem durch den Druck von institutionellen Kapitalanlegern, erhöht, doch diese Verbesserung kommt nicht allen Marktakteuren in gleichem Maße zugute. Unzureichende Informationen stellen ein Problem dar, denn die Marktprozesse werden verlangsamt, und die damit verbundene Unsicherheit der Akteure erfordert zusätzliche Risikoprämien. Dies verteuert eine Investition und verhindert mitunter sinnvolle Aktivitäten.

          In den vergangenen Jahren wurden nicht nur neue Marktdaten zum Beispiel durch Onlineportale zugänglich gemacht, es wurden auch Stimmungsindikatoren konzipiert, um Veränderungen in den Erwartungen und Bewertungen von Akteuren abzubilden. Solche Stimmungsindikatoren fußen meistens auf Befragungen, doch diese werden häufig nur mit großem zeitlichem Abstand erhoben. Analysten arbeiten zunehmend auch mit verhaltensgestützten Daten. In jüngster Zeit werden automatisierte Textanalysen wie von Finanz- oder Geschäftsberichten zur Abbildung der Entwicklung bestimmter Risikokennzahlen vorgenommen. In ähnlicher Weise lassen sich auch journalistische Texte mit Algorithmen automatisiert auswerten. Journalisten kommt eine wichtige Funktion zu, denn sie agieren wie Filter.

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