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Immobilien-Kommentar : Staatliche Preistreiber

Blick auf die Fassade eines Wohnblocks in Hannover Bild: dpa

Die Preise steigen, weil Wohnungen und Bauland fehlen. Dagegen helfen keine staatlichen Eingriffe – sondern mehr private Investitionen.

          Das ist nun einmal der Sinn von Preissignalen: Wenn Wohnungsmieten und Preise in den Städten seit Jahren nach oben streben, sind sie ein klares Zeichen dafür, dass Wohnungen fehlen. Leider kommen auf dem Wohnungsmarkt unheilvolle politische Entscheidungen hinzu, die die Preise zusätzlich und völlig unnötig treiben.

          So fehlt es allüberall an Bauland, weil sich die Kommunen hier zurückhalten. Wie das jüngste Gutachten des Spitzenverbandes Zentraler Immobilien Ausschuss offenbart, sind auch das Baukindergeld und die bevorstehende Einführung von Sonderabschreibungen im Mietwohnungsbau keine Hilfe für Normalverdiener. Vielmehr streichen diejenigen Verkäufer und Eigentümer die Prämien ein, die sie eigentlich nicht benötigen.

          Schließlich wird das Bauen durch inzwischen völlig überzogene energetische Vorschriften verteuert. Wegen all dieser staatlich verursachten Bremsen, Fallen und Hürden verbessert sich auf dem Wohnungsmarkt kaum etwas. Wie sehr die Wohnungspolitik aus dem Ruder läuft, zeigen die Rufe nach noch mehr staatlichen Eingriffen etwa in Berlin. Dabei wäre nichts hilfreicher als mehr private Investitionen und der Verzicht auf die unnötigen staatlichen Preistreiber.

          Michael Psotta

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Immobilienteil.

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