https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/immobilien-erstklassige-objekte-sind-immer-gefragt-18252387.html

Vier Fragen an Immobilienfachleute : „Erstklassige Objekte sind immer gefragt“

Ulrich Höller, ABG Real Estate Group, über den Büromarkt, steigende Leerstände und soziale Kontakte am Arbeitsplatz.

          2 Min.

          Der Büromarkt leidet derzeit, wie man etwa an den wieder hohen Leerständen in Frankfurt sieht. Ist das aus Ihrer Sicht nur ein vorübergehendes Phänomen?

          Michael Psotta
          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Immobilienteil.

          Da muss ich widersprechen: Es ist zwar richtig, dass zum Beispiel in Frankfurt die Leerstände bei Büroimmobilien im ersten Halbjahr 2022 über 8 Prozent ge­stiegen sind. Das ist aber nicht dramatisch, denn Frankfurt und auch Düsseldorf haben traditionell immer hohe Volatilitäten. Die Leerstandsquote der sieben großen deutschen Immobilienmetropolen liegt mit insgesamt unverändert unter 5 Prozent deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Das Büro bleibt die stärkste Assetklasse. Trotz Pandemie und dem ergänzenden Trend zu mobilem Ar­beiten sind die Vermietungsmärkte gut gelaufen. Hinzu kommt: Die aktuell deutlich abnehmende Bautätigkeit wird mittelfristig abermals zu einem Mangel an Neubauten führen, die höchsten Anforderungen wie Bau- und Architekturqualität, ESG (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung als Anlagekriterien) oder New-Work-Bedingungen genügen. Das wird besondere, topmoderne Objekte zu­nehmend begehrter machen. Dadurch sollte es im Vergleich zu früheren Ab­schwungphasen nur zu einem geringeren Anstieg der Leerstände kommen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Großbritanniens Premierministerin Liz Truss und Finanzminister Kwasi Kwarteng.

          Pfund-Schwäche : Die Tory-Hasardeure

          Es ist ein gewaltiges Chaos, das der britische Finanzminister Kwasi Kwarteng in nur einer Woche angerichtet hat. Bleibt er stur, steigt das Risiko eines Crashs in Großbritannien.