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Internationale Bauausstellung : Der Umbau der Stadt bleibt immer unvollendet

  • -Aktualisiert am

Inzwischen wohnlich: IBA auf früherem Kasernengebiet Bild: IBA Heidelberg/Thilo Ross

In Heidelberg endet nach zehn Jahren die Internationale Bauausstellung IBA. Wie wird die Wissensgesellschaft eine Stadt ändern? Antworten sollen auch 20 Projekte geben, an denen meist noch gebaut wird.

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          Internationale Bauausstellungen (IBA) sind seit 120 Jahren ein bewährtes Format der Stadtentwicklung. Es gab sie bereits in Darmstadt, Leipzig und Berlin, im Ruhrgebiet und in vielen anderen Städten oder Regionen. Nun also in Heidelberg. Von 2012 bis 2022 hat sich die IBA hier mit der Frage beschäftigt, welchen Beitrag Architektur und Städtebau leisten können, um Städte im Zeitalter der Wissensgesellschaft zukunftsfähig zu gestalten. Der Schwerpunkt lag in der Universitätsstadt bei wissenschaftlichen Einrichtungen und Bildungsorten. Gebaut oder geplant wurden viele der 20 Projekte auf Konversionsflächen ehemaliger US-Kasernen oder einem alten Güterbahnhof.

          Die Bandbreite der Projekte reicht dabei von der Erweiterung bestehender Schulen bis zum neuen Stadtteil auf der grünen Wiese. Auch der Bund hat zwei der Projekte gefördert: „Der Andere Park“, eine ungewöhnliche Freiraumanlage und das „Collegium Academicum“, ein selbstverwaltetes Studentenwohnheim in Selbstbauweise. „Für den Bund sind die Fragestellungen und Reflexionen, die die IBA Heidelberg angestoßen hat, sehr wertvoll“, sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) bei der Eröffnung Ende April im „Anderen Park“. „Das gilt insbesondere für den vertieften Diskurs, den die IBA in ihren zentralen Arbeitsfeldern Bildung, Beteiligung, Konversion, Stadtumbau, Stoffkreisläufe und Baukultur geführt hat.“

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