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Trotz Homeoffice und Landlust : Paris bleibt ein teures Pflaster

Immer noch das höchste Gebäude der Stadt: Der Eiffelturm in Paris überragt neue und alte Bürobauten. Bild: (c) Matthias Lüdecke

Die Franzosen suchen auch durch Telearbeit das Landleben mehr als früher. Doch wer nun Schnäppchen in der Hauptstadt sucht, ist hier verkehrt.

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          Knapp 50 Jahre sind vergangen, seit mit der Tour Montparnasse zuletzt ein Wolkenkratzer auf Pariser Boden in den Himmel spross. Bald soll es wieder so weit sein. Wie die Immobiliengruppe Unibail-Rodamco-Westfield gerade mitteilte, beginnt Ende dieses Jahres der Bau des „Triangle“-Turms auf dem Pariser Messegelände im 15. Bezirk. Vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron konzipiert aus Glas, in Pyramidenform und mit 180 Meter Höhe, würde er zum dritthöchsten Gebäude der Stadt nach Eiffelturm und Tour Montparnasse. Die Kosten betragen nach einigen Anpassungen rund 700 Millionen Euro.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Läuft alles glatt, soll der „Tri­angle“-Turm in knapp vier Jahren stehen. Ob seine 70.000 Quadratmeter Bürofläche schnell Abnehmer finden, bezweifeln in Frankreichs Hauptstadt allerdings nicht nur die ewigen Widersacher des umstrittenen und um viele Jahre verzögerten Projekts. Denn landesweit befindet sich noch immer rund ein Drittel der Arbeitnehmer im „télétravail“, wie die Franzosen das Homeoffice nennen. Das kurbelt viel stärker die Nachfrage nach Wohnfläche an als nach Büros. Es gibt Schätzungen, wonach in der Metropolregion Île-de-France derzeit mehre Millionen Quadratmeter Bürofläche leer stehen.

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