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Wohnungsmarkt als Kampfplatz : Das harte Ringen um den Eigenbedarf

Wem die Wohnung gehört, ist klar – doch wer darf darin wohnen? Selbst bei Kündigungen mit nachweisbaren Eigenbedarf ist die Lage nicht immer leicht zu klären. Bild: Illustration Borja Bonaque

Nichts fürchten Mieter so sehr wie eine Kündigung wegen Eigenbedarfs. Aber was zunächst wie der Trumpf klingt, der alle Mieterinteressen sticht, ist in der Praxis kompliziert – und nicht immer gerecht.

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          Bevor die Situation eskalierte, hat Torben Peters seine demenzkranke Mutter aus ihrem eigenen Haus geholt. Dem Haus, in dem sie seit Jahrzehnten lebt, in dem er selbst aufgewachsen ist – und in das er jetzt nicht zurückkann. Denn die Einliegerwohnung im Elternhaus, in die er ziehen möchte, um die Mutter zu betreuen, ist vermietet. Und die Mieterin weigert sich, auszuziehen. „Dabei ist es für Demenzkranke sehr wichtig, in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben“, erzählt Peters, der eigentlich anders heißt. Allein komme seine Mutter aber nicht mehr zurecht, und da es bisher keinen Weg für den Sohn zurück ins Elternhaus gibt, musste die betagte Dame übergangsweise von der Ostseeküste zu ihm ins Rheinland ziehen.

          Judith Lembke
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Zwar hat die Familie der Mieterin vor eineinhalb Jahren, als die Demenz diagnostiziert wurde, wegen Eigenbedarf gekündigt. Doch sie hat die Wohnung bislang nicht geräumt. „Die Bewohnerin lebt von Hartz IV und zahlt für ihre Zweizimmerwohnung mit großer Terrasse nur 250 Euro kalt. Sie weiß, dass sie so eine günstige Wohnung nie wieder findet“, sagt Peters. Denn auch im beliebten Ferienort an der Ostsee sind die Preise in den vergangenen Jahren stark gestiegen und Wohnungen knapp.

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