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Saubere Wohnung : Hoppla, wir bekommen Überraschungsbesuch

Wie bringt man so schnell wie möglich Ordnung ins Chaos? Bild: Getty

Man lebt und arbeitet viel auswärts und schafft es nicht immer den Haushalt entsprechend ordentlich zu halten. Doch was sollte man tun, wenn sich überraschend Besuch angekündigt hat und es aussieht, wie bei Hempels unterm Sofa?

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          My home is my castle. Und das wird schon mal spontan gestürmt. Was tun, wenn sich überraschend Besuch angekündigt hat und es aussieht, wie bei Hempels unterm Sofa? Oder eben so, wie in einem Haushalt, in dem gelebt und viel auswärts gearbeitet wird?

          Ursula Kals

          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.

          Wer strategisch vorgeht, Prioritäten setzt – Toilette putzen ja, Fenster putzen nein –, der ist in kurzer Zeit empfangsbereit. Die erste Runde gilt dem Aufräumen: herumliegende Kleidungsstücke, Zeitschriften, Kleinkram einsammeln und ab in die dafür gedachten Körbe und Fächer. Solche Sammelwut tut gut. In der Küche dreckiges Geschirr in die Maschine räumen oder zumindest in einer Plastikwanne stapeln, notfalls ein sauberes Geschirrhandtuch darüberlegen, das ist ja kein Hygiene-GAU für die Ewigkeit. Dreckiges Geschirr vorübergehend im Backofen einquartieren, so wie das beengt wohnende Freunde zu tun pflegen, erscheint dann doch reichlich schräg. Aber Platznot macht halt erfinderisch. Je nach Größe der Wohnung das Bett machen und eine Tagesdecke darüberbreiten.

          Wichtig ist ein freier Tisch. In vielen Haushalten dient er als Büroablage. Das ist wenig einladend, wenn sich Papierkram türmt, der Anblick unerledigter Behördensachen ist guter Laune ohnehin abträglich. Grob aussortieren und vorübergehend wegpacken.

          Sofadecken falten und stapeln

          Kontrollgang ins Bad, die Aktion Schwamm drüber versteht sich eigentlich von selbst. Einmal, besser zweimal mit dem Lappen durchs Waschbecken gehen und die Toilette kontrollieren. Frische Handtücher herauslegen und Hornhautraspel und Schrundensalbe in den Schrank verbannen, wo sie nach Gebrauch ohnehin hingehören. Gründlich lüften. Sind die Duftstäbchen ausgegangen, Kerze anzünden und nach wenigen Minuten auspusten, das vertreibt und überdeckt üble Gerüche.

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          Sofadecken falten und stapeln. Kissen aufschütteln, zu Gruppen arrangieren. Omas, besser Uromas, Paradeknick erwartet keiner mehr, im Gegenteil, die arrangierten Falten stehen für Fünfziger-Jahre-Spießigkeit und dafür, dass hier nur akkurat Platz genommen werden darf.

          Die Schlussrunde durch die Zimmer wird mit dem Staubsauger gedreht. Auf zum Wollmäusefang. Zunächst sind offene Regale und Fensterbretter fällig. Dazu die Düse abnehmen, das überbrückt die Zeit bis zum gründlichen Staubwischen. Danach den Boden saugen oder spätestens jetzt den Saugroboter losschicken.

          Was Wohnungen – und auch öffentliche Gebäude, und seien sie sonst noch so modern – uselig macht, sind nicht nur Schmutzränder in Waschbecken, sondern vor sich hin gammelnde Pflanzen, ertränkt, vertrocknet, im Schattendasein verkümmert. Bezeichnend, dass aktuell robuste Sukkulenten mächtig in Mode sind, die verzeihen Pflegenotstände. Trotzdem, braune Blätter, unansehnlicher Gilb, müffelndes Moderwasser aus Vasen erzeugen keine Wohlfühlatmosphäre, sondern ungute Gedanken an Verfall. Also einen kritischen Blick auf das Grün werfen. Statt welke Sträuße komplett zu entsorgen, die noch gut erhaltenen Rosen oder Chrysanthemen frisch anschneiden und als Einzelstück arrangieren. Wer noch einen halbwegs grünen Zweig oder Efeu dazu packt, hat noch tagelang etwas von diesem Blickfang. Toll ist das im Bad, das verleiht jeder Nasszelle einen winzigen Hauch von Hotel.

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